Kostenloser Plan · passend zu deinem Hund

Welpe erziehen: dein Wochenplan zwischen zwei Nickerchen

Einen Welpen erziehst du in den ersten Wochen vor allem über den Alltag: viel Schlaf, feste Abläufe und sehr kurze Übungen. Mit 8 bis 10 Wochen ist ein Welpe am Stück etwa 30 bis 60 Minuten wach, eine Übung dauert 1 bis 3 Minuten. Danach kommt wieder Ruhe. Sitz und Rückruf kommen fast nebenbei dazu.

Beagle-Welpe sitzt und schaut erwartungsvoll nach oben

Wie alt ist dein Welpe?

In Wochen. Zwei Monate sind etwa 9 Wochen, vier Monate etwa 17.

Wochen
  • Wenige Minutenmeist ein Klick pro Antwort
  • 0 Euroerster Teil sofort, der Rest per Freischaltung
  • Woche für WocheÜbungen für 8 bis 24 Wochen
  • Offene RegelnQuelle oder eigene Faustregel

So geht es

So funktioniert dein Plan

  • Kurze Fragen

    Zu deinem Welpen, eurem Alltag, Schlaf und Nacht und dazu, was gerade hakt. Meist reicht ein Klick pro Antwort.

  • Feste Regeln, offen nachlesbar

    Mit 8 bis 10 Wochen etwa 30 bis 60 Minuten wach und Übungen von 1 bis 3 Minuten, mit 15 bis 18 Wochen 60 bis 75 Minuten und 3 bis 5 Minuten. Woher jede Regel kommt, steht weiter unten.

  • Übungen zwischen zwei Nickerchen

    Der Plan legt drei Übungen pro Woche in die Wachphasen, dazu einen Tagesrhythmus und den Plan für die Nacht. Den ersten Teil siehst du sofort, den vollständigen Plan schaltest du mit Vorname und E-Mail-Adresse frei.

  • Neue Übungen per E-Mail

    Danach schicken wir dir jede Woche die Übungen für die neue Woche, bis dein Welpe 24 Wochen alt ist. Jederzeit abbestellbar.

Beispiel

So sieht dein Plan aus

Beispiel: Bruno, ein mittelgroßer Welpe, 10 Wochen alt, dein erster Hund, kommt schwer zur Ruhe und beißt viel. Gerechnet mit denselben Regeln wie dein Plan.

Dein Wochenplan für Bruno mit 10 Wochen

Dein Tagesrhythmus

Mit 10 Wochen ist Bruno am Stück etwa 30 bis 60 Minuten wach, danach braucht er wieder Schlaf. Welpen mit acht Wochen schlafen 18 bis 20 Stunden am Tag. In jede Wachphase passt eine kurze Übung von 1 bis 3 Minuten. Weil Bruno schwer zur Ruhe kommt, beendest du jede Wachphase eher früher als später. Die Minuten sind Richtwerte. Gähnen, Kratzen oder plötzliches Aufdrehen zeigen dir, dass es genug ist.

Dieser Ablauf wiederholt sich über den Tag mehrmals.
AblaufWas du tust
AufwachenDirekt raus zum Lösen, ruhig loben
WachphaseFressen oder eine Übung von 1 bis 3 Minuten, dann Schnüffeln oder Kauen
Nach 30 bis 60 MinutenNoch einmal raus, dann bringst du Bruno an seinen Schlafplatz
SchlafenSchlafen lassen, niemand weckt Bruno
AbendsLetzte Runde kurz vor dem Schlafengehen, ohne Spiel

Per E-Mail bekommst du zusätzlich:

  • Jede Woche die Übungen für die neue Lebenswoche, bis Bruno 24 Wochen alt ist
  • Den Wochenplan zum Ausdrucken, mit Kästchen zum Abhaken für jeden Tag

Was bei euch auffällt

  • Bei deinem ersten Hund gilt: lieber zu kurz üben als zu lang. Hör auf, solange es noch klappt.
  • Wenn ihr mehrere seid: Alle benutzen dieselben Wörter für dieselben Signale. Häng den Wochenplan sichtbar auf.
  • An Tagen, an denen du unterwegs bist, passen die Übungen in die Zeit davor und danach. Wichtiger ist, dass Bruno ungestört schlafen kann und regelmäßig rauskommt.
  • Kommt Bruno kaum zur Ruhe, ist das bei Welpen oft Müdigkeit und kein Zeichen für zu wenig Auslastung. Mehr Programm macht es dann schwerer. Hilfreich ist ein festes Ritual vor jedem Schlaf: kurz raus, Kauartikel am Schlafplatz, Licht gedämpft.
  • Dreht Bruno abends auf, leg am späten Nachmittag eine feste Ruhephase ein, bevor es losgeht.
Golden-Retriever-Welpe schaut fröhlich nach oben

Darunter stehen bei Bruno vier Wochen mit je drei Übungen, 4 Dinge, die er noch kennenlernen kann, und der Plan für die Nacht. Deuten deine Antworten auf ein gesundheitliches Problem, sagt dir der Plan das ausdrücklich.

Eigenen Plan berechnen

Wie erziehe ich meinen Welpen in den ersten Wochen?

In den ersten Wochen erziehst du deinen Welpen vor allem über den Alltag: genug Schlaf, feste Abläufe, sehr kurze Übungen und Lob für alles, was gut klappt. Mit 8 bis 10 Wochen ist ein Welpe am Stück etwa 30 bis 60 Minuten wach. In diese Zeit passen Lösen, Fressen, ein bisschen Erkunden und eine Übung von 1 bis 3 Minuten. Danach braucht er wieder Schlaf.

Am besten klappt das mit kurzen Übungen zwischen zwei Nickerchen. Du übst nicht dann, wenn du gerade Zeit hast, sondern dann, wenn dein Welpe ausgeschlafen ist, und hörst auf, bevor er müde wird. So lernt er in guter Stimmung, und du merkst schnell, was schon sitzt. Wer stattdessen eine halbe Stunde am Stück übt, hat am Ende oft einen überdrehten Welpen, der in Hände beißt und nichts mehr aufnimmt.

Dein Welpe lernt dabei ständig, auch wenn du gerade nicht übst. Er lernt, wo er schläft, wie er Aufmerksamkeit bekommt, was passiert, wenn er in Hände beißt, und ob die Welt draußen sicher ist. Die LMU München nennt Sozialisierung, Gewöhnung an Umweltreize, Stubenreinheit und Beißhemmung als entscheidende Faktoren der Entwicklung, und sie betont, dass Welpen dabei nicht überfordert werden dürfen.

Ab wann beginnt man mit der Welpenerziehung?

Mit der Welpenerziehung beginnst du am ersten Tag, an dem dein Welpe bei dir ist, nur eben in sehr kleinen Schritten. Am Anfang heißt Erziehung: Schlafplatz, Lösestelle, Name und ein ruhiger Tagesablauf. Sitz und Rückruf kommen ein paar Wochen später fast nebenbei dazu.

Ein Welpe darf laut Tierschutz-Hundeverordnung erst mit über acht Wochen von der Mutter getrennt werden. Die meisten ziehen deshalb mit acht bis zehn Wochen ein, also mitten in der Zeit, in der sie Neues besonders leicht annehmen. Du musst nicht warten, bis die Welpenschule beginnt. Manche Dinge lassen sich sogar besonders früh üben: Nach Landsberg und Kollegen (2013), zitiert von der LMU München, kann man schon Welpen ab acht Wochen mit Belohnung beibringen, zur Begrüßung nicht an Menschen hochzuspringen.

Wie viel Schlaf braucht ein Welpe?

Welpen mit acht Wochen schlafen 18 bis 20 Stunden am Tag. Diese Angabe nennt eine Stellungnahme der LMU München nach Vets for Pets (2024). Wach- und Schlafphasen wechseln sich ab, ein junger Welpe hat etwa jede Stunde eine kurze Schlafphase. Auch mit 16 Wochen schlafen Welpen tagsüber noch deutlich mehr als einjährige Hunde, wie eine Befragung von Kinsman und Kollegen (2020) gezeigt hat.

Wach- und Übungszeiten sind unsere eigenen Faustregeln, keine Vorgabe aus der Forschung. Große Rassen sind oft länger müde, kleine oft schneller aufgedreht.
AlterWach am StückÜbung am StückSchwerpunkt
8 bis 10 Wochenetwa 30 bis 60 Minuten1 bis 3 MinutenAnkommen, Schlafplatz, Name, Lösen
11 bis 14 Wochenetwa 45 bis 60 Minuten2 bis 4 MinutenUmwelt kennenlernen, Sitz, Rückruf in der Wohnung
15 bis 18 Wochenetwa 60 bis 75 Minuten3 bis 5 MinutenLeine, kurze Alleinzeiten, Ruhe in neuen Situationen
19 bis 24 Wochenetwa 75 bis 90 Minutenetwa 5 MinutenSignale draußen festigen, Begegnungen üben

Achte mehr auf deinen Welpen als auf die Uhr. Gähnen, Kratzen, Wegschauen oder plötzliches Aufdrehen zeigen dir, dass die Wachphase zu Ende geht. Lass deinen Welpen beim Schlafen in Ruhe, auch wenn Kinder oder Besuch ihn unbedingt kennenlernen möchten.

So rechnet der Plan: die Regeln im Überblick

Der Plan auf dieser Seite rechnet mit festen Regeln. So kannst du jede Zahl in deinem Plan nachvollziehen. Wo eine Regel aus einer Fachquelle kommt, steht sie dabei. Wo wir selbst einen Wert festgelegt haben, steht das auch.

Die Regeln stehen so im Programmcode des Plans. Eine fachliche Prüfung durch eine Hundetrainerin steht noch aus.
RegelWert im PlanHerkunft
Wach am Stück8 bis 10 Wochen: 30 bis 60 Minuten, 11 bis 14 Wochen: 45 bis 60 Minuten, 15 bis 18 Wochen: 60 bis 75 Minuten, 19 bis 24 Wochen: 75 bis 90 Minuteneigene Faustregel. Anhaltspunkt: Laut LMU München (nach Reisen 2023) hat ein junger Welpe etwa jede Stunde eine kurze Schlafphase
Schlaf mit acht Wochen18 bis 20 Stunden am TagLMU München (2024) nach Vets for Pets (2024)
Übung am Stück8 bis 10 Wochen: 1 bis 3 Minuten, 11 bis 14 Wochen: 2 bis 4 Minuten, 15 bis 18 Wochen: 3 bis 5 Minuten, 19 bis 24 Wochen: etwa 5 Minuteneigene Faustregel ohne Quelle
PhasenAnkommen bis 11 Wochen, Entdecken bis 15 Wochen, danach Grundlagen festigeneigene Einteilung. Der Tierärzteverband AVSAB nennt die ersten drei Lebensmonate die wichtigste Zeit für die Sozialisierung
Übungen je Wochedrei Themen, Reihenfolge wie in der Tabelle unteneigene Reihenfolge. Begrüßung ohne Anspringen ab acht Wochen nach Landsberg und Kollegen (2013), zitiert von der LMU München
Nachts rausmit 8 bis 10 Wochen ein- bis zweimal, bis 16 Wochen oft noch einmaleigene Richtwerte aus der Praxis, gleich wie im Stubenrein-Plan
Hinweis auf ImpfungenImpfungen und Entwurmung mit der Tierarztpraxis absprechenkeine eigenen Termine: die legt die Tierarztpraxis fest
Hinweis auf Betreuungbis 20 Wochen mindestens 4 Stunden Umgang am Tag§ 2 Tierschutz-Hundeverordnung

Wie sieht ein guter Tagesablauf mit Welpe aus?

Ein guter Tagesablauf mit Welpe ist ein Kreislauf, der sich über den Tag mehrmals wiederholt: aufwachen, raus zum Lösen, eine kurze Wachphase mit Fressen oder Üben, noch einmal raus, dann schlafen. Wichtig sind die Abstände, nicht die genaue Uhrzeit.

  1. Aufwachen: direkt raus zum Lösen und ruhig loben.
  2. Wachphase: fressen oder eine kurze Übung, danach schnüffeln, kauen oder in Ruhe die Wohnung erkunden.
  3. Vor dem Hinlegen: noch einmal raus, dann zum Schlafplatz begleiten.
  4. Schlafen: Ruhe im Raum. Kinder und Besuch halten Abstand, niemand weckt ihn.
  5. Abends: eine letzte kurze Runde vor dem Schlafengehen, ohne Spiel.

Viele Welpen kommen nicht von allein zur Ruhe, gerade wenn viel los ist. Hilf deinem Welpen mit einem festen Ritual: kurz raus, ein Kauartikel am Schlafplatz, Licht gedämpft. Eine Box mit offener Tür oder ein Laufgitter kann ein guter Rückzugsort sein, wenn dein Welpe sie in kleinen Schritten kennengelernt hat.

Bist du tagsüber viel unterwegs, plane die ersten Wochen besonders gut. Die Tierschutz-Hundeverordnung schreibt vor, dass Welpen bis 20 Wochen täglich mindestens 4 Stunden Umgang mit einer Betreuungsperson bekommen. Plane für den Anfang Urlaub, Homeoffice oder eine feste Betreuung ein.

Welpen-Trainingsplan: was in welcher Woche dran ist

Ein Welpen-Trainingsplan braucht pro Woche nur wenige Themen, dafür jeden Tag ein paar Minuten. Die Tabelle zeigt die Reihenfolge, mit der unser Plan rechnet. Dein persönlicher Plan beginnt beim Alter deines Welpen und zeigt dir die nächsten vier Wochen.

Eigene Reihenfolge, keine feste Vorgabe. Was nicht klappt, wiederholst du einfach in der nächsten Woche.
AlterÜbungen
8 bis 9 WochenRuheplatz einrichten und Schlaf schützen: niemand weckt deinen Welpen, auch Kinder nicht. Den Namen mit etwas Schönem verbinden: Name sagen, Futterstück geben. Nach jedem Aufwachen direkt nach draußen und fürs Lösen ruhig loben.
10 bis 11 WochenGeschirr kurz anziehen, dabei füttern, wieder ausziehen. Anfassen üben: Pfoten, Ohren, Maul, jeweils nur ein paar Sekunden. Begrüßung ohne Anspringen: Zuwendung gibt es, wenn alle vier Pfoten am Boden sind.
12 bis 13 WochenNeue Untergründe, Geräusche und Orte in kleinen Portionen kennenlernen. Beißhemmung: Spiel kurz unterbrechen, wenn die Zähne zu fest werden. Erste Sekunden allein im Raum, während dein Welpe kaut oder döst.
14 bis 15 WochenSitz mit einem Futterstück locken und belohnen. Ein Rückrufsignal in der Wohnung aufbauen: Signal, Futter, fertig. Ruhig bleiben, wenn Besuch kommt: Besuch begrüßt erst, wenn dein Welpe sitzt oder steht.
16 bis 17 WochenLockere Leine: Belohnung gibt es an deinem Bein, nicht vorne. Kurz warten vor dem Napf, bis du ihn freigibst. Alleinbleiben in kleinen Schritten verlängern.
18 bis 20 WochenBekannte Signale draußen mit wenig Ablenkung wiederholen. Rückruf im Garten oder an der Schleppleine üben. Kauen als Ruhehilfe anbieten.
21 bis 24 WochenSignale bei etwas mehr Ablenkung abfragen. Hundebegegnungen an der Leine mit genug Abstand. Nach Aufregung gemeinsam runterkommen: Kauen, Schnüffeln, Liegeplatz.

Welche Signale in welcher Reihenfolge sinnvoll sind und wie du sie aufbaust, steht ausführlich im Ratgeber Hundekommandos. Für die Stubenreinheit gibt es einen eigenen Stubenrein-Plan mit Uhrzeiten.

Was ist die Prägephase, und was sollte mein Welpe kennenlernen?

Was heißt Prägephase? Gemeint ist die sensible Phase der Sozialisierung: die Zeit, in der ein Welpe neue Menschen, Tiere, Geräusche und Orte besonders leicht als normal abspeichert. Der US-Tierärzteverband für Verhaltensmedizin AVSAB nennt die ersten drei Lebensmonate die wichtigste Zeit dafür, weil in diesem Alter die Freude an Kontakt noch größer ist als die Angst.

Diese Phase macht Welpen aber auch empfindlich. Die LMU München beschreibt, dass schon ein einziges schlimmes Erlebnis im Alter von etwa acht bis neun Wochen einen Hund nachhaltig vorsichtig machen kann. Es geht also nicht um eine möglichst lange Liste, sondern um viele kleine, entspannte Erfahrungen. Ein Welpe sollte sich Neuem in seinem eigenen Tempo nähern und jederzeit zurückziehen dürfen.

  • verschiedene Untergründe: Gras, Kies, Fliesen, eine Gittertreppe
  • Alltagsgeräusche wie Staubsauger, Türklingel und Verkehr aus sicherer Entfernung
  • Menschen jeden Alters, auch Kinder, ruhig und im Sitzen
  • ruhige, gesunde erwachsene Hunde, die freundlich mit Welpen umgehen
  • kurze Autofahrten und ein Besuch in der Tierarztpraxis ohne Behandlung

Pro Tag reicht ein neuer Eindruck. Duckt sich dein Welpe weg, versteckt sich oder will nicht weiter, gehst du einen Schritt zurück und versuchst es an einem anderen Tag mit mehr Abstand. Der Plan fragt, was dein Welpe schon kennt, und nennt dir die Punkte, die noch fehlen.

Die erste Nacht mit dem Welpen: was hilft?

In der ersten Nacht hilft vor allem Nähe: ein Schlafplatz direkt neben deinem Bett, eine Decke mit vertrautem Geruch und eine letzte ruhige Runde zum Lösen kurz vor dem Schlafengehen. Dass dein Welpe weint, ist normal. Er vermisst gerade Mutter, Geschwister und alles, was er kannte.

  • Schlafplatz in deiner Nähe. So merkst du, wenn er raus muss, und er fühlt sich weniger allein. Oft reicht schon eine Hand am Körbchen.
  • Vertrauter Geruch. Eine Decke oder ein Tuch aus der Wurfkiste kann beruhigen. Frag die Züchterin oder die Pflegestelle danach.
  • Nachts kurz und langweilig. Muss er raus, gehst du ruhig zur Lösestelle und wieder ins Bett. Kein Spiel, wenig Licht, wenig Reden.
  • Mit dem Alter wird es leichter. Mit 8 bis 10 Wochen muss ein Welpe nachts meist ein- bis zweimal raus, mit 11 bis 16 Wochen oft noch einmal.

Allein durchweinen lassen ist in den ersten Nächten keine gute Idee. Ob dein Welpe später woanders schlafen soll, entscheidest du in Ruhe, wenn er angekommen ist. Was er als Welpe darf, etwa im Bett schlafen, erwartet er später allerdings auch.

Mein Welpe schläft nicht oder dreht abends auf: was tun?

Dreht ein Welpe abends auf, beißt in Hosenbeine und lässt sich kaum beruhigen, ist das oft Müdigkeit und kein Zeichen für zu wenig Auslastung. Mehr Programm macht es dann schwerer. Hilfreich ist eine feste Ruhephase am späten Nachmittag, bevor es losgeht, und ein Tag mit weniger Terminen.

Schläft dein Welpe nachts schlecht, liegt es oft an einer Mischung aus Heimweh, voller Blase und einem Tag ohne echte Ruhe. Prüf zuerst den Tag: Wie viele Schlafphasen hatte er, wie lange war er am Stück wach, wann war die letzte Runde? Bei den meisten Welpen wird die Nacht mit einem festen Rhythmus nach einigen Wochen ruhiger. Wie schnell, ist sehr unterschiedlich.

Beißt dein Welpe viel in Hände und Kleidung, steckt oft dasselbe dahinter. Was im Moment hilft und wie die Beißhemmung entsteht, steht auf der Seite Welpe beißt.

Mein Welpe hört nicht: ist das normal?

Ja, das ist normal. Ein junger Welpe kann Signale noch nicht verlässlich ausführen, vor allem nicht mit Ablenkung. Er hat ein Wort vielleicht in der Küche gelernt, aber noch nicht im Garten, auf der Straße oder wenn ein anderer Hund vorbeiläuft.

Übe deshalb zuerst in ruhiger Umgebung, belohne großzügig und mach die Aufgabe erst schwerer, wenn sie zu Hause sicher klappt. Reagiert er gar nicht, ist er oft müde oder überfordert. Dann ist nicht das Signal das Problem, sondern der Zeitpunkt. Probier es nach dem nächsten Nickerchen noch einmal.

Ab wann darf mein Welpe in die Welpenschule?

Nach der Empfehlung des Tierärzteverbands AVSAB kann ein Welpe schon mit 7 bis 8 Wochen in eine Welpengruppe, wenn die erste Impfung und die erste Entwurmung schon ein paar Tage zurückliegen. Sprich mit deiner Tierarztpraxis ab, ab wann es für euch passt.

Eine gute Welpengruppe ist klein, trennt sehr unterschiedliche Größen und greift ein, wenn ein Welpe überfordert ist. Gerangel bis zum Umfallen ist kein gutes Zeichen. Wie Welpengruppe und Online-Kurs sich unterscheiden, liest du unter Welpenkurs online.

Wie lange darf ein Welpe allein bleiben?

Am Anfang nur Sekunden bis wenige Minuten, und erst dann, wenn er müde und satt ist. Das Alleinbleiben baust du in sehr kleinen Schritten auf und verlängerst erst, wenn dein Welpe mehrmals hintereinander ruhig geblieben ist. Weinen oder Kratzen heißt: Der Schritt war zu groß.

Einen Plan mit Zeiten zum Abhaken bekommst du im Alleinbleiben-Trainingsplan.

Typische Fehler bei der Welpenerziehung

  • Zu viel Programm. Besuch, Spaziergang, Welpengruppe und Einkauf an einem Tag sind für einen jungen Welpen zu viel. Weniger Termine, mehr Pausen.
  • Lange Übungseinheiten. Zehnmal eine Minute bringt mehr als einmal zehn Minuten.
  • Wildes Spiel kurz vor dem Schlafen. Danach kommt dein Welpe schwer zur Ruhe. Kauen oder Schnüffeln passt besser.
  • Strafe bei Missgeschicken. Schimpfen bei Pfützen oder Beißen macht deinen Welpen unsicher. Er lernt dabei eher, dass du unberechenbar bist.
  • Jeden Hundekontakt zulassen. Ein Welpe muss nicht mit jedem Hund spielen. Ein ruhiger, freundlicher erwachsener Hund ist ein besserer Lehrer als eine wilde Gruppe.
  • Jeder macht es anders. Wenn ihr mehrere seid, benutzt alle dieselben Wörter und dieselben Regeln.

Wann brauchst du Hilfe vor Ort?

Zittert dein Welpe oft, versteckt er sich dauerhaft oder beißt er so, dass es blutet, und wird das trotz Ruhe nicht besser, hol dir Unterstützung. Gut geeignet sind eine Hundetrainerin mit Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz oder eine Tierärztin mit Zusatzbezeichnung Verhaltenstherapie. Auch der AVSAB rät, bei einem ängstlichen Welpen tierärztlichen Rat zu holen.

Quellen

Plan, Welpengruppe oder Online-Kurs: was passt zu dir?

Für einen ruhigen Start brauchst du keinen Kurs. Ein verlässlicher Tagesablauf und ein paar Minuten Übung am Tag reichen bei den meisten Welpen. Hundeschule und Online-Kurs haben trotzdem ihren Platz, weil sie Dinge können, die kein Plan kann.

Preise vor Ort unterscheiden sich stark nach Region und Hundeschule. Wir nennen deshalb keine Durchschnittswerte.
Plan auf dieser SeiteWelpengruppe in der HundeschuleOnline-Welpenkurs
Kostenkostenlosje nach Hundeschule, meist als Kurspaket oder pro Stundeje nach Anbieter, als Einzelkurs oder im Abo
Zeitaufwandein paar Minuten, meist ein Klick pro Antwortfeste Termine, meist einmal pro Wochefrei einteilbar, Videos in eigenem Tempo
Was du bekommstTagesrhythmus, Übungen für vier Wochen, NachtplanKontakt zu anderen Welpen, Rückmeldung einer Trainerinje nach Kurs Anleitungen zu Grundsignalen, Leine und typischen Welpenproblemen
Schaut jemand auf deinen Hund?neinja, vor Ortmeist nicht, je nach Kurs mit Fragerunden
Passt gut, wenndu wissen willst, was in welcher Woche dran istdein Welpe andere Hunde kennenlernen soll oder du Hilfe vor Ort möchtestdu die Übungen lieber im Video siehst

Unser Plan sagt dir, was wann dran ist und wie lange. Er kennt deinen Welpen aber nur aus deinen Antworten und zeigt dir keine Übung vor. Eine Welpengruppe kann, was kein Plan und kein Video kann: Dein Welpe trifft andere Hunde, und eine Trainerin sieht euch zu. Ein Online-Kurs zeigt dir die Übungen im Video, ohne feste Termine. Die Kurse haben wir noch nicht selbst durchgearbeitet.

Viele kombinieren: den Plan für den Alltag zu Hause, dazu eine Welpengruppe, sobald die Tierarztpraxis grünes Licht gibt. Welche Angebote es gibt und ab wann sie sinnvoll sind, steht unter Welpenkurs online. Was eine Hundeschule im Vergleich zum Online-Kurs kostet, rechnest du mit dem Kostenrechner aus.

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Online-Kurs für die Welpenzeit

Wenn du die Übungen lieber im Video siehst, etwa Sitz, Bleib und Hier, Leinentraining oder was gegen das Beißen in die Hände hilft, kann ein Online-Welpenkurs passen. Für Tagesrhythmus und Schlaf brauchst du ihn nicht.

Themenkurs Welpen

von Conny Sporrer (hundetraining.me)

Online-Kurs für die ersten Wochen mit dem Welpen: Grundsignale, Leinentraining, Sozialisierung und typische Welpenprobleme wie das Beißen in die Hände. Teil der Online-Hundeschule im Abo.

Das ist ein Partnerlink. Wenn du darüber kaufst, bekommen wir eine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. Wir haben die Kurse noch nicht selbst durchgearbeitet. Mehr dazu auf der Seite Über uns.

Dein Plan

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Gleiche Fragen, gleiche Regeln. Fang mit dem Alter an, nach ein paar kurzen Fragen hast du Tagesrhythmus, vier Wochen Übungen und den Plan für die Nacht.

Welpe sitzt und schaut aufmerksam nach oben

Wie alt ist dein Welpe?

In Wochen. Zwei Monate sind etwa 9 Wochen, vier Monate etwa 17.

Wochen

Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Ab wann beginnt man mit der Welpenerziehung?

Ab dem ersten Tag, an dem dein Welpe bei dir ist. Am Anfang heißt das vor allem: fester Tagesablauf, genug Schlaf, Stubenreinheit und ein paar sehr kurze Übungen wie der eigene Name. Lange Trainingseinheiten braucht ein junger Welpe nicht.

Wie viel Schlaf braucht ein Welpe?

Mit acht Wochen 18 bis 20 Stunden am Tag, verteilt auf viele kurze Schlafphasen. Auch mit vier Monaten schläft ein Welpe tagsüber noch deutlich mehr als ein erwachsener Hund. Dreht er abends auf und beißt, hat er oft zu wenig geschlafen.

Wie lange sollte ich mit meinem Welpen am Tag üben?

Lieber oft und sehr kurz. Mit 8 bis 10 Wochen reichen 1 bis 3 Minuten am Stück, mehrmals am Tag. Das meiste lernt dein Welpe ohnehin im Alltag: beim Füttern, beim Rausgehen und beim Begrüßen.

Was sollte ein Welpe mit 8 Wochen können?

Noch fast nichts, und das ist in Ordnung. Mit acht Wochen geht es ums Ankommen: Schlafplatz, Lösestelle, den eigenen Namen und die ersten Tage ohne Mutter und Geschwister. Sitz und Rückruf übst du ein paar Wochen später.

Mein Welpe schläft nachts nicht. Was kann ich tun?

Stell den Schlafplatz in deine Nähe, bring ihn vor dem Schlafengehen noch einmal zum Lösen raus und halte nächtliche Runden kurz und langweilig. Achte auch auf den Tag: Ein Welpe, der tagsüber kaum zur Ruhe kommt, schläft nachts oft schlechter.

Wie läuft die erste Nacht mit dem Welpen am besten?

So ruhig wie möglich: Schlafplatz neben deinem Bett, eine Decke mit vertrautem Geruch, vorher noch einmal raus. Wenn er weint, darfst du ihn beruhigen. Allein durchweinen lassen ist in den ersten Nächten keine gute Idee.

Mein Welpe hört nicht. Ist das normal?

Ja. Ein junger Welpe kann Signale noch nicht verlässlich ausführen, vor allem nicht mit Ablenkung. Übe in ruhiger Umgebung, belohne großzügig und steigere die Ablenkung langsam. Reagiert er gar nicht, ist er oft müde.

Ab wann darf mein Welpe in die Welpenschule?

Nach der Empfehlung des Tierärzteverbands AVSAB schon mit 7 bis 8 Wochen, wenn die erste Impfung und die erste Entwurmung schon ein paar Tage zurückliegen. Sprich den Zeitpunkt mit deiner Tierarztpraxis ab und achte auf kleine, ruhige Gruppen.

Gibt es einen kostenlosen Trainingsplan für Welpen?

Ja, der Plan ist kostenlos. Einen ersten Teil siehst du sofort, für den vollständigen Plan gibst du nur deinen Vornamen und deine E-Mail-Adresse an. Du bekommst einen Tagesrhythmus, Übungen für die nächsten vier Wochen und einen Plan für die Nacht, passend zum Alter deines Welpen.

Wie lange darf ein Welpe allein bleiben?

Am Anfang nur Sekunden bis wenige Minuten, aufgebaut in kleinen Schritten. Bis 20 Wochen schreibt die Tierschutz-Hundeverordnung außerdem mindestens vier Stunden Umgang am Tag mit einer Betreuungsperson vor.