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Welpe beißt: dein Plan mit festen Ruhezeiten

Ein Welpe beißt, weil er die Welt mit dem Maul erkundet und erst lernen muss, sanft zu sein. Hinter heftigem Beißen steckt oft Übermüdung: Mit acht Wochen braucht ein Welpe 18 bis 20 Stunden Schlaf am Tag. Es helfen feste Ruhezeiten, Spielzeug statt Händen und ein kurzes Spielende bei zu festem Biss, keine Strafe.

Golden Retriever trägt ein Stofftier über den Rasen

Wie alt ist dein Welpe?

In Wochen. Ein halbes Jahr sind etwa 26 Wochen.

Wochen
  • Wenige Minutenmeist ein Klick pro Antwort
  • 0 Euroerster Teil sofort, der Rest per Freischaltung
  • Mit UhrzeitenRuhezeiten für 8 bis 52 Wochen
  • Offene RegelnQuelle oder eigene Faustregel

So geht es

So funktioniert dein Plan

  • Kurze Fragen

    Zu deinem Welpen, eurem Alltag und dazu, wann und wie fest er beißt. Meist reicht ein Klick pro Antwort.

  • Feste Regeln, offen nachlesbar

    Bis 12 Wochen 18 bis 20 Stunden Schlaf und höchstens 1 Stunde wach am Stück, bis 16 Wochen 16 bis 18 Stunden. Bei zu festem Biss 10 bis 20 Sekunden Pause. Woher jede Regel kommt, steht weiter unten.

  • Ruhezeiten auf Uhrzeiten

    Du bekommst einen Tagesplan mit festen Ruhezeiten und einen Ablauf für jede Situation, in der dein Welpe beißt. Den ersten Teil siehst du sofort, den vollständigen Plan schaltest du mit Vorname und E-Mail-Adresse frei.

  • Neue Ruhezeiten per E-Mail

    Danach schicken wir dir den Plan zum Ausdrucken und die neuen Ruhezeiten, sobald dein Welpe in die nächste Altersstufe kommt. Jederzeit abbestellbar.

Beispiel

So sieht dein Plan aus

Beispiel: Bruno, 10 Wochen alt, schläft nach Schätzung 14 bis 17 Stunden, beißt beim Spielen in die Hände und abends, wenn er müde ist. Gerechnet mit denselben Regeln wie dein Plan.

Weniger Beißen: dein Plan für Bruno mit 10 Wochen

Dein Ruhe-Takt

Mit 10 Wochen braucht Bruno etwa 18 bis 20 Stunden Schlaf am Tag, die Nacht eingerechnet. Wach am Stück: höchstens etwa 1 Stunde, danach kommt eine Ruhezeit am Schlafplatz. Wird er vorher hektisch, beißt fester und hört schlechter, ist die Ruhezeit schon jetzt dran.

Per E-Mail bekommst du zusätzlich:

  • Die neuen Ruhezeiten, sobald Bruno 13 Wochen alt ist
  • Den Tagesplan zum Ausdrucken, mit Kästchen zum Abhaken für sieben Tage
  • Den Ablauf für jede Situation als Zettel für alle im Haushalt
Junger schwarzer Hund kaut an einem Spielzeug aus der Hand

Was bei euch auffällt

  • Bruno schläft nach deiner Schätzung 14 bis 17 Stunden am Tag und beißt vor allem, wenn er müde ist. Das passt zusammen: Mit 10 Wochen braucht er etwa 18 bis 20 Stunden. Die Ruhezeiten im Tagesplan sind deshalb dein wichtigster Hebel.
  • Ihr spielt oft mit den Händen. Damit lernt Bruno, dass Hände Spielzeug sind. Nimm ab heute immer ein langes Zerrspielzeug zwischen seine Zähne und deine Finger.
  • Bruno ist mit 10 Wochen mitten in der Zeit, in der Welpen lernen, ihre Zähne sanft einzusetzen. Jede ruhige Reaktion von dir zählt jetzt doppelt.

Darunter stehen bei Bruno ein Ablauf für beide Situationen und der Tagesplan mit 6 Ruhezeiten zwischen 7 und 22 Uhr. Kreuzt du ein Warnzeichen an, sagt dir der Plan ausdrücklich, wann eine Fachperson dazugehört.

Eigenen Plan berechnen

Warum beißt mein Welpe ständig?

Dein Welpe beißt, weil er die Welt mit dem Maul erkundet und erst lernen muss, wie vorsichtig er mit Menschen sein soll. Hände haben Hunde nicht. Was sie untersuchen, nehmen sie ins Maul, und mit ihren Geschwistern raufen und zwicken sie den ganzen Tag. Bei dir zu Hause macht er damit einfach weiter. Deine Haut ist nur empfindlicher als das Fell seiner Geschwister.

Wird das Beißen besonders heftig und lässt sich dein Welpe kaum noch stoppen, steckt oft Übermüdung dahinter. Welpen brauchen viel mehr Schlaf, als die meisten erwarten. Bekommen sie zu wenig, werden sie nicht still, sondern aufgedreht. Der American Kennel Club warnt, dass zu viel Trubel und Erschöpfung zu unerwünschtem Verhalten führen können. Ein Welpe, der abends wild in Hosenbeine und Hände beißt, braucht deshalb meist kein Spiel mehr, sondern seinen Schlafplatz.

Deshalb setzt der Plan auf dieser Seite an zwei Stellen an: feste Ruhezeiten mit Uhrzeiten, damit dein Welpe gar nicht erst übermüdet, und ein fester Ablauf für jede Situation, in der er beißt. Das eine nimmt dem Beißen den häufigsten Anlass, das andere bringt ihm bei, sanft zu sein.

Die häufigsten Gründe auf einen Blick

Oft greifen mehrere Gründe ineinander. Wer nach einem Ausflug und einer Runde Toben abends in die Füße beißt, ist meist schlicht übermüdet.
GrundSo sieht es oft ausWas hilft
SpielLockerer Körper, fordert zum Spielen auf, lässt sich mit Spielzeug ablenkenSpielzeug anbieten, bei zu festem Biss kurz Pause
ÜbermüdungWird immer wilder, beißt fester, hört schlechter, oft abends oder nach BesuchRuhig an den Schlafplatz bringen, nicht weiterspielen
ZahnwechselKaut auf Möbeln, Schuhen und Händen, ab etwa drei MonatenKauartikel anbieten, Wertvolles wegräumen
AufregungBeißt bei der Begrüßung, beim Anziehen, wenn Kinder rennenRuhige Begrüßung, Spielzeug bereitlegen
LangeweileSucht nach längerer Wachzeit ohne Abwechslung BeschäftigungKurzes Schnüffelspiel, danach Ruhe

Was ist die Beißhemmung, und bis wann lernt ein Welpe sie?

Was heißt Beißhemmung? Beißhemmung ist die Fähigkeit eines Hundes, die Kraft seines Bisses zu steuern. Die Tierärztliche Fakultät der LMU München beschreibt es so: Welpen müssen lernen, beim Spiel und im Umgang mit Menschen ihre Zähne sanft oder gar nicht einzusetzen. Die amerikanische Tierschutzorganisation ASPCA definiert sie fast gleich, als Kontrolle über die Kraft, mit der ein Hund sein Maul benutzt.

Nach der Stellungnahme der LMU München müssen Welpen die Beißhemmung bis zu einem Alter von etwa fünf Monaten lernen. Die ersten Lektionen bekommen sie von Mutter und Geschwistern: Wer zu fest zwickt, bringt den anderen zum Aufquietschen, und das Spiel ist vorbei. Mit etwa acht Wochen zieht dein Welpe bei dir ein, mitten in dieser Lernzeit. Ab jetzt zeigst du ihm, wann ein Biss zu fest war.

Warum das so wichtig ist, erklärt die ASPCA: Ein Hund, der gelernt hat, sein Maul vorsichtig einzusetzen, beißt seltener fest zu und verletzt seltener, falls er doch einmal zubeißt, etwa vor Schmerz oder Schreck. Das Ziel ist also nicht, dass dein Welpe von heute auf morgen nie wieder mit dem Maul an dich kommt. Erst wird der Biss weicher, dann hört das Zwicken an Haut und Kleidung ganz auf.

Welpe beißt, wenn er müde ist: wie viel Schlaf braucht ein Welpe?

Ein Welpe mit acht Wochen braucht 18 bis 20 Stunden Schlaf am Tag. Diese Zahl nennt die LMU München nach Angaben der Tierarztkette Vets for Pets, und der American Kennel Club nennt dieselbe Spanne für Welpen allgemein. Geschlafen wird in vielen kurzen Phasen: Laut American Kennel Club macht ein Welpe etwa jede Stunde ein Nickerchen, das 30 Minuten bis zwei Stunden dauern kann.

Wie viel Schlaf es mit 12, 16 oder 26 Wochen genau sein soll, dafür haben wir keine verlässliche Quelle gefunden. Die LMU München verweist auf eine Befragung von Hundehaltern (Kinsman und andere, 2020): Mit 16 Wochen schlafen Welpen tagsüber noch deutlich mehr als mit zwölf Monaten. Für die älteren Altersstufen in der Tabelle rechnet unser Plan deshalb mit eigenen Faustregeln, die langsam weniger werden.

Erste Zeile nach LMU München und American Kennel Club. Alle anderen Werte sind unsere eigenen Faustregeln ohne Quelle.
AlterSchlaf am Tag (mit Nacht)Wach am Stück höchstensRuhezeit im Plan
8 bis 12 Wochen18 bis 20 Stunden1 Stundeetwa 1 Stunde 30 Minuten
13 bis 16 Wochen16 bis 18 Stunden1 Stunde 15 Minutenetwa 1 Stunde 30 Minuten
17 bis 26 Wochen14 bis 16 Stunden1 Stunde 30 Minutenetwa 1 Stunde
ab 27 Wochen12 bis 14 Stunden2 Stundenetwa 1 Stunde

Woran du merkst, dass dein Welpe übermüdet ist

  • Er wird hektischer, rennt ziellos herum und springt an dir hoch.
  • Die Bisse werden fester, und er lässt sich nicht mehr mit Spielzeug umlenken.
  • Er hört schlechter auf Dinge, die sonst klappen.
  • Es passiert zur selben Tageszeit, oft am frühen Abend oder nach Besuch und Ausflügen.

Dann hilft kein weiteres Spiel, sondern Ruhe. Bring deinen Welpen ruhig an seinen Schlafplatz, gib ihm etwas zum Kauen und lass ihn dort in Frieden. Wichtig ist ein Platz an einem ruhigen Ort, an dem niemand vorbeiläuft. Kinder lernen: Liegt der Welpe dort, lassen wir ihn in Ruhe. Auch der American Kennel Club rät zu einem ruhigen Ort, an dem der Welpe ungestört schlafen kann.

Wie viel Programm ein Welpe verträgt, wird oft unterschätzt. Ein Ausflug, ein Besuch oder ein neuer Ort am Tag reicht für einen jungen Welpen. Den ganzen Tagesablauf nach Alter, mit Schlaf, Fressen und ersten Übungen, zeigt dir der Welpen-Wochenplan.

So rechnet der Plan: die Regeln im Überblick

Der Plan auf dieser Seite rechnet mit festen Regeln. So kannst du jede Ruhezeit in deinem Plan nachvollziehen. Wo eine Regel aus einer Quelle kommt, steht die Quelle dabei. Wo wir selbst einen Wert festgelegt haben, steht das auch.

Die Regeln stehen so im Programmcode des Plans. Eine fachliche Prüfung durch eine Hundetrainerin steht noch aus.
RegelWert im PlanHerkunft
Schlaf bis 12 Wochen18 bis 20 StundenLMU München (2024) nach Vets for Pets für Welpen mit acht Wochen, American Kennel Club für Welpen allgemein
Schlaf ab 13 Wochen16 bis 18 Stunden, ab 17 Wochen 14 bis 16 Stunden, ab 27 Wochen 12 bis 14 Stundeneigene Faustregel ohne Quelle
Wach am Stück bis 12 Wochenhöchstens 1 StundeAmerican Kennel Club: Nickerchen etwa jede Stunde
Wach am Stück ab 13 Wochenhöchstens 1 Stunde 15 Minuten, ab 17 Wochen 1 Stunde 30 Minuten, ab 27 Wochen 2 Stundeneigene Faustregel ohne Quelle
Länge einer Ruhezeitbis 16 Wochen 1 Stunde 30 Minuten, danach 1 Stundeeigene Faustregel innerhalb der Spanne des American Kennel Club (30 Minuten bis zwei Stunden)
Tagesplanvon 7 bis 22 Uhr, Nacht von 22 bis 7 Uhreigene Annahme, du verschiebst die Zeiten auf deinen Tag
Pause bei zu festem Biss10 bis 20 SekundenASPCA
Lernzeit der Beißhemmungbis etwa fünf Monate (im Plan 22 Wochen)LMU München (2024) nach Beaver (1999) und Del Amo (2017)
Hinweis auf den Zahnwechselab 12 WochenLMU München (2024): Zahnwechsel mit etwa drei Monaten
Hinweis auf eine Fachpersonbei Knurren mit Starre oder Verteidigen immer, bei blutenden Bissen ab 26 WochenASPCA: Starre und Knurren unterscheiden Wut vom Spiel. Die Grenze von sechs Monaten legen wir fest

Wie gewöhne ich meinem Welpen das Beißen ab?

Mit genug Schlaf, Spielzeug statt Händen und einem kurzen Spielende bei jedem zu festen Biss. Die ASPCA fasst den Kern in einem Satz zusammen: Sanftes Spiel geht weiter, schmerzhaftes Spiel hört auf. Beißt dein Welpe zu fest, ziehst du dich für 10 bis 20 Sekunden zurück und spielst danach ruhig weiter. So geht es Schritt für Schritt:

  1. Ruhezeiten zuerst. Prüf, ob dein Welpe genug schläft. Ohne Schlaf wirkt keine der anderen Übungen zuverlässig.
  2. Spielzeug zwischen Zähne und Hände. Spiel nie mit bloßen Händen. Ein langes Zerrspielzeug hält Abstand zwischen seinen Zähnen und deinen Fingern.
  3. Zu fester Biss beendet das Spiel. Hände ruhig weg, abdrehen, kurz warten. Danach geht es mit dem Spielzeug weiter.
  4. Beißt er weiter, folgt eine echte Pause. Verlass kurz den Raum oder bring ihn an seinen Ruheplatz. Das ist keine Strafe, sondern ein ruhiges Ende.
  5. Ruhige Momente loben. Schnuppert oder leckt er nur an deiner Hand, lobst du leise.
  6. Alle reagieren gleich. Jeder im Haushalt benutzt dasselbe Spielzeug und macht dieselbe Pause. Sonst lernt dein Welpe, dass es sich bei einem lohnt.

Feste Zeitversprechen geben wir nicht. In manchen Ratgebern steht, die Beißhemmung sitze nach zwei bis vier Wochen. Eine Quelle dafür haben wir nicht gefunden. Manche Welpen werden schnell sanfter, andere zwicken bis in die Junghundzeit, vor allem in aufregenden Momenten. Was du nach ein bis zwei Wochen mit gutem Ablauf oft merkst: Die Bisse werden weicher, und die wilden Phasen am Abend werden kürzer.

Welpe beißt in die Hände: was tun?

Hände sind für Welpen das spannendste Spielzeug, weil sie sich bewegen und reagieren. Halt beim Streicheln deshalb immer einen Kauartikel bereit und gib ihn deinem Welpen ins Maul, bevor er nach deinen Fingern schnappt. Streichle ruhig statt wild und hör auf, sobald er zu beißen beginnt.

Zieh die Hände nicht hektisch weg. Was sich schnell bewegt, wirkt wie Beute und macht das Spiel noch spannender. Lass die Hand lieber locker und ruhig, so rät es auch die ASPCA, und biete dann das Spielzeug an. Raufspiele mit der Hand, die anfangs lustig wirken, lässt du ganz weg. Dein Welpe kann nicht unterscheiden, wann Hände Spielzeug sind und wann nicht.

Schnappt dein Welpe nur, wenn du eine bestimmte Stelle berührst, etwa die Ohren, das Maul oder ein Bein, kann ein Schmerz dahinterstecken. Lass das in der Tierarztpraxis anschauen, bevor du daran trainierst.

Welpe beißt in Füße und Hosenbeine

Bleib sofort stehen, sobald dein Welpe nach Füßen oder Hosenbeinen schnappt. Laufende Füße laden zur Jagd ein, stehende Füße sind langweilig. Die ASPCA rät, ein Zerrspielzeug in der Tasche zu tragen, die Füße bei jedem Angriff still zu halten und das Spielzeug anzubieten, sobald der Welpe danach greift.

Passiert es vor allem in bestimmten Momenten, etwa morgens beim Anziehen oder beim Staubsaugen, plan diese Zeit vorher ein. Gib deinem Welpen dann einen Kauartikel an seinem Ruheplatz oder in seinem Auslauf. Und schau auf die Uhr: Oft fällt die Jagd auf Hosenbeine genau in die Zeit, in der eigentlich eine Ruhezeit dran wäre.

Welpe beißt in die Leine

Bleib stehen, halte die Leine locker und zieh nicht dagegen. Sonst wird aus dem Beißen ein Zerrspiel, das dein Welpe gewinnen will. Geh erst weiter, wenn er loslässt, und biete ihm dann ein Spielzeug oder ein Futterstück an. Passiert es oft, ist die Runde meist zu lang oder zu aufregend für sein Alter.

Viele Welpen beißen in die Leine, wenn sie müde werden oder draußen zu viel auf sie einströmt. Kürzere Runden an ruhigen Orten helfen dann mehr als jede Übung. Wie du deinen Welpen entspannt an die Leine gewöhnst, steht im Ratgeber Hund zieht an der Leine. Zieht er schon kräftig, ordnet der Leinen-Check ein, woran es liegt.

Welpe beißt bei der Begrüßung oder wenn Kinder spielen

Bei der Begrüßung beißt ein Welpe meist aus Aufregung. Komm ruhig herein, begrüße ihn erst, wenn er sich etwas beruhigt hat, und leg ein Kauspielzeug neben die Tür. Das gibst du ihm sofort ins Maul. Bitte Besuch, den Welpen in den ersten Minuten nicht zu beachten.

Kinder sind für Welpen besonders aufregend: Sie rennen, quietschen und wedeln mit den Händen. Damit es nicht zu Bissen kommt, helfen drei Regeln:

  • Kinder spielen nur mit Spielzeug, nie mit den Händen, und nur, wenn ein Erwachsener dabei ist.
  • Kinder rennen nicht vor dem Welpen weg. Wird es wild, bleiben sie stehen wie ein Baum.
  • Ein Erwachsener beendet das Spiel, nicht das Kind. Er bringt den Welpen an seinen Ruheplatz, und dort lassen ihn alle in Ruhe.

Bleibt ein Biss nicht beim Zwicken und verletzt ein Kind, lass Kinder und Welpen eine Zeit lang nur noch unter enger Aufsicht zusammen. Halt dich dann besonders genau an die Ruhezeiten, denn viele dieser Bisse passieren am späten Nachmittag, wenn Welpe und Kinder müde sind.

Hilft „Aua“ rufen? Was hilft und was nicht

„Aua“ zu rufen hilft bei manchen Welpen, andere drehen dadurch erst richtig auf. Die ASPCA empfiehlt einen hohen Laut und eine lockere Hand, die LMU München nennt kurzes Aufschreien mit anschließendem Spielende. Probier es aus. Wird dein Welpe dadurch wilder, lass den Laut weg und beende nur noch ruhig das Spiel.

Was du tustEinschätzungWarum
Feste RuhezeitenhilftPackt die Übermüdung an, die heftiges Beißen oft auslöst
Spielzeug statt HändehilftDein Welpe lernt, worauf er beißen darf
Kurzes Spielende bei zu festem BisshilftZu festes Beißen beendet den Spaß, sanftes nicht
Kauartikel am RuheplatzhilftKauen beschäftigt das Maul, besonders im Zahnwechsel
„Aua“ rufenunterschiedlichHilft bei manchen, macht andere wilder
Hände hektisch wegzieheneher nichtWirkt wie Beute und macht das Spiel spannender
Schimpfen, Anschreienhilft nichtErschreckt, ohne zu zeigen, was richtig ist
Fang zuhalten, am Nacken schütteln, auf den Rücken drehenhilft nichtMacht Angst vor Händen und kann das Beißen fester machen

Gegen Strafen warnt auch die ASPCA ausdrücklich: Schläge für verspieltes Beißen können dazu führen, dass Welpen fester beißen, und körperliche Strafen können echte Aggression auslösen. Dein Welpe lernt dabei vor allem, dass Hände bedrohlich sind.

Beißt der Welpe im Zahnwechsel mehr?

Ja, im Zahnwechsel kauen viele Welpen mehr. Nach der Stellungnahme der LMU München beginnt er mit etwa drei Monaten, und die Welpen haben dann ein besonderes Bedürfnis, auf Gegenständen herumzukauen. Abgeschlossen ist er nach dem MSD Veterinary Manual mit etwa sieben Monaten: Dann sind alle bleibenden Zähne da. Mehr dazu im Ratgeber Zahnwechsel beim Hund.

  • Biete verschiedene Kauartikel an, weiche und festere, und schau, was dein Welpe mag.
  • Räum Schuhe, Kabel und alles weg, was nicht zerkaut werden soll.
  • Lass ihn beim Kauen nicht allein, wenn sich Stücke lösen und verschluckt werden können.
  • Wilde Zerrspiele können in dieser Zeit wehtun. Darauf weist auch die LMU München hin. Zieh deshalb sanft.
  • Bleibt ein Milchzahn stehen, obwohl der bleibende Zahn daneben schon da ist, lass das in der Tierarztpraxis anschauen.

Spiel oder Aggression: wann du Hilfe holen solltest

Beim Spielen ist der Körper deines Welpen locker, auch das Gesicht. Daran erkennst du nach der ASPCA verspieltes Beißen. Wird er dagegen steif oder erstarrt, zieht die Lefzen hoch und zeigt die Zähne oder knurrt, ist das kein Spiel mehr. Solche Bisse tun fast immer deutlich mehr weh als Spielbisse.

Diese Warnzeichen fragt auch der Plan ab. Kreuzt du eines an, steht der Hinweis auf eine Fachperson ganz oben in deinem Ergebnis, und wir empfehlen dir dann bewusst keinen Online-Kurs. Ab sechs Monaten fällt das Beißen oft mit der Pubertät zusammen. Wann sie bei deinem Hund beginnt, zeigt der Pubertäts-Rechner.

Auch wenn du selbst an deine Grenzen kommst, ist Unterstützung sinnvoll. Ein Welpenbiss mit spitzen Milchzähnen tut weh, und monatelanges Zwicken zehrt an den Nerven. Eine Welpengruppe oder eine Trainerin, die euch zu Hause besucht, sieht Dinge, die kein Plan sehen kann.

Quellen

Plan, Welpengruppe oder Online-Kurs: was passt zu dir?

Gegen das normale Welpenbeißen brauchst du keinen Kurs. Genug Ruhe, ein klarer Ablauf und Geduld reichen bei den meisten Welpen. Hundeschule und Online-Kurs haben trotzdem ihren Platz, weil die ersten Monate mehr umfassen als das Beißen.

Preise vor Ort unterscheiden sich stark nach Region und Hundeschule. Wir nennen deshalb keine Durchschnittswerte.
Plan auf dieser SeiteWelpengruppe in der HundeschuleOnline-Welpenkurs
Kostenkostenlosje nach Hundeschule, meist als Kurspaket oder pro Stundeje nach Anbieter, als Einzelkurs oder im Abo
Zeitaufwandein paar Minuten, meist ein Klick pro Antwortfeste Termine, meist einmal pro Wochefrei einteilbar, Videos in eigenem Tempo
Was du bekommstRuhezeiten mit Uhrzeit, Ablauf je Situation, WarnzeichenSpiel mit anderen Welpen, Rückmeldung einer Trainerinje nach Kurs Anleitungen zu Grundsignalen, Leine und typischen Welpenproblemen
Schaut jemand auf deinen Hund?neinja, vor Ortmeist nicht, je nach Kurs mit Fragerunden
Passt gut, wenndu wissen willst, was du heute anders machstdein Welpe mit anderen Welpen spielen soll oder du Hilfe vor Ort möchtestdu die ersten Monate zu Hause mit Videos begleitet werden willst

Unser Plan beantwortet zwei Fragen gut: wann dein Welpe Ruhe braucht und was du tust, wenn er beißt. Er kennt deinen Hund aber nur aus deinen Antworten. Eine Welpengruppe kann, was kein Plan und kein Video kann: Dein Welpe spielt mit anderen Welpen und lernt dabei von ihnen, wie fest ein Biss sein darf, und eine Trainerin sieht euch zu. Ein Online-Kurs liegt dazwischen. Die Kurse haben wir noch nicht selbst durchgearbeitet.

Wann eine Welpenschule sinnvoll ist und wie sich die Angebote unterscheiden, steht im Vergleich Welpenkurs online: ab wann sinnvoll und welcher passt. Was eine Hundeschule im Vergleich zum Online-Kurs kostet, rechnest du mit dem Kostenrechner aus.

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Online-Kurs für die Welpenzeit

Wenn du dir für die ersten Monate eine Anleitung mit Videos wünschst: Der Anbieter nennt das Beißen in die Hände als eines der Welpenprobleme im Kurs, dazu Grundsignale und Leinentraining. Ruhezeiten und Schlaf sind dort kein eigenes Thema.

Themenkurs Welpen

von Conny Sporrer (hundetraining.me)

Online-Kurs für die ersten Wochen mit dem Welpen: Grundsignale, Leinentraining, Sozialisierung und typische Welpenprobleme wie das Beißen in die Hände. Teil der Online-Hundeschule im Abo.

Das ist ein Partnerlink. Wenn du darüber kaufst, bekommen wir eine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. Wir haben die Kurse noch nicht selbst durchgearbeitet. Mehr dazu auf der Seite Über uns.

Dein Plan

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Gleiche Fragen, gleiche Regeln. Fang mit dem Alter an, nach ein paar kurzen Fragen hast du Ruhezeiten, Tagesplan und deinen Ablauf für jede Situation.

Heller Welpe schaut neugierig nach oben

Wie alt ist dein Welpe?

In Wochen. Ein halbes Jahr sind etwa 26 Wochen.

Wochen

Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Mein Welpe beißt. Was kann ich tun?

Prüf zuerst, ob dein Welpe genug schläft: Mit acht Wochen sind es 18 bis 20 Stunden am Tag. Spiel mit Spielzeug statt mit den Händen, beende das Spiel kurz bei zu festem Biss und biete Kauartikel an. Schimpfen und Strafen helfen nicht.

Bis wann beißen Welpen?

Die Beißhemmung lernen Welpen nach Angaben der LMU München bis zu einem Alter von etwa fünf Monaten. Manche zwicken in aufregenden Momenten noch bis in die Junghundzeit. Verletzen die Bisse mit sechs Monaten noch, hol dir eine Hundetrainerin dazu.

Warum beißt mein Welpe ständig in die Hände?

Weil Hände sich bewegen und reagieren und damit das spannendste Spielzeug sind. Spiel nie mit bloßen Händen, gib ihm beim Streicheln einen Kauartikel ins Maul und zieh die Hand nicht hektisch weg. Ruhig halten und Spielzeug anbieten wirkt besser.

Warum beißt mein Welpe, wenn er müde ist?

Ein übermüdeter Welpe wird nicht still, sondern aufgedreht und kann sich selbst kaum noch bremsen. Dann hilft kein Spiel mehr, sondern sein Ruheplatz mit etwas zum Kauen. Feste Ruhezeiten über den Tag verhindern, dass es so weit kommt.

Wie trainiere ich die Beißhemmung beim Welpen?

Sanftes Spiel geht weiter, schmerzhaftes Spiel hört auf. Beißt er zu fest, nimmst du die Hände ruhig weg, drehst dich 10 bis 20 Sekunden ab und spielst dann mit Spielzeug weiter. Alle im Haushalt machen es gleich.

Soll ich „Aua“ rufen, wenn mein Welpe zubeißt?

Bei manchen Welpen hilft ein kurzer hoher Laut, andere werden davon wilder. Probier es aus und lass es, wenn dein Welpe aufdreht. Das Spiel ruhig zu beenden, funktioniert bei den meisten Welpen zuverlässiger.

Darf ich meinem Welpen den Fang zuhalten, wenn er beißt?

Nein. Fang zuhalten, Nackenschütteln und Auf-den-Rücken-Drehen erschrecken den Welpen und können ihn lehren, dass Hände bedrohlich sind. Die ASPCA warnt, dass solche Strafen das Beißen fester machen und echte Aggression auslösen können.

Mein Welpe beißt in die Leine. Was hilft?

Bleib stehen, halte die Leine locker und zieh nicht dagegen, sonst wird daraus ein Zerrspiel. Geh erst weiter, wenn er loslässt. Passiert es oft, ist die Runde zu lang oder zu aufregend für sein Alter.

Ist es Aggression, wenn mein Welpe beißt?

Meistens nicht. Beim Spiel ist sein Körper locker. Wird er steif, knurrt, zeigt die Zähne oder verteidigt Futter und Liegeplatz, ist es kein Spiel mehr. Dann lass zuerst in der Tierarztpraxis Schmerzen ausschließen und hol dir eine Fachperson dazu.

Wie viel Schlaf braucht ein Welpe?

Mit acht Wochen 18 bis 20 Stunden am Tag, verteilt auf viele kurze Nickerchen von 30 Minuten bis zwei Stunden. Mit dem Alter wird es weniger. Wie viel genau, ist nicht gut erforscht. Unser Plan rechnet ab 13 Wochen mit eigenen Faustregeln.