Begleithunde: Rassen, Herkunft und was sie im Alltag brauchen

Begleithunde sind Rassen, die vor allem dafür gezüchtet wurden, mit Menschen zusammenzuleben. Die FCI fasst 26 von ihnen in Gruppe 9 „Gesellschafts- und Begleithunde“ zusammen, darunter Malteser, Havaneser, Pudel, Shih Tzu, Mops und Französische Bulldogge. Die meisten sind klein, anhänglich und passen gut in die Stadt. Bei Rassen mit sehr kurzer Nase solltest du genau hinschauen.

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  1. Was sind Begleithunde?
  2. Welche Rassen gehören zu den Begleithunden?
  3. Welche Begleithunde gibt es außer Malteser, Pudel und Mops?
  4. Wofür wurden Begleithunde ursprünglich gezüchtet?
  5. Sind Begleithunde für Anfänger geeignet?
  6. Wie viel Bewegung und Pflege brauchen Begleithunde?
  7. Welche Begleithunde sind von Qualzucht betroffen?
  8. So ordnet der Rassetest Begleithunde ein
  9. Worauf achtest du bei einem Begleithund-Welpen?

Was sind Begleithunde?

Als Begleithunde oder Gesellschaftshunde gelten Rassen, deren Hauptaufgabe die Gesellschaft des Menschen ist. Die Fédération Cynologique Internationale (FCI), der internationale Dachverband, dem auch der deutsche VDH angehört, führt sie als Gruppe 9 „Gesellschafts- und Begleithunde“. In den Rassestandards steht das unter „Verwendung“: beim Malteser und beim Pudel „Gesellschafts- und Begleithund“, beim Bologneser „Begleithund“, beim Coton de Tuléar „Gesellschaftshund“.

Gesellschaftshund und Begleithund meinen in dieser Gruppe dasselbe. Für keine der 26 Rassen verlangt die FCI eine Arbeitsprüfung, anders als etwa bei den Retrievern. Das sagt viel über das Zuchtziel: Diese Hunde sollen vor allem ein angenehmer Begleiter im Haus sein.

Das Wort „Begleithund“ hat in Deutschland aber noch zwei andere Bedeutungen. Die Tabelle trennt sie, weil viele Suchende genau darüber stolpern.

Drei Bedeutungen von „Begleithund“
BegriffWas gemeint istGrundlage
Begleithund als RassegruppeRassen der FCI-Gruppe 9, gezüchtet als Gesellschafter des MenschenRassennomenklatur der FCI
Begleithund mit Prüfung (BH)ein Hund jeder Rasse, der die Begleithundprüfung bestanden hat: Gehorsam auf dem Platz und Verhalten im Straßenverkehr, Mindestalter 15 Monate, vorher ein Sachkundetest des HaltersPrüfungsordnung der FCI, im VDH seit 2012
Assistenzhundein speziell ausgebildeter Hund, der einem Menschen mit Behinderung im Alltag hilft, etwa als Blindenführhund; mit Zutrittsrecht zu öffentlich zugänglichen Orten§ 12e Behindertengleichstellungsgesetz

Welche Rassen gehören zu den Begleithunden?

Zur FCI-Gruppe 9 gehören 26 Rassen in elf Sektionen (Stand 13.10.2026). Die Tabelle zeigt alle Rassen mit dem Land, das die FCI als Ursprung führt.

Alle Rassen der FCI-Gruppe 9 nach Sektion (Rassennomenklatur der FCI, geprüft am 13.10.2026)
SektionRassenHerkunft laut FCI
1 Bichons und verwandte RassenBichon Frisé, Bologneser, Havaneser, Malteser, Coton de Tuléar, LöwchenBelgien und Frankreich, Italien, Kuba, zentraler Mittelmeerraum, Madagaskar, Frankreich
2 PudelPudel in vier Größen: Groß-, Klein-, Zwerg- und ToypudelFrankreich
3 Kleine belgische HunderassenBelgischer Griffon, Brüsseler Griffon, Brabanter GriffonBelgien
4 Haarlose HundeChinesischer Schopfhund, haarlos oder behaart (Powder Puff)China
5 Tibetanische HunderassenLhasa Apso, Shih Tzu, Tibet-Spaniel, Tibet-TerrierTibet (China)
6 ChihuahuaChihuahua, lang- oder kurzhaarigMexiko
7 Englische GesellschaftsspanielCavalier King Charles Spaniel, King Charles SpanielGroßbritannien
8 Japanische Spaniel und PekingesenPekingese, Japan-ChinChina, Japan
9 Kontinentaler Zwergspaniel und andereKontinentaler Zwergspaniel (Papillon mit Stehohren, Phalène mit Hängeohren), Russkiy ToyBelgien und Frankreich, Russland
10 KromfohrländerKromfohrländerDeutschland
11 Kleine doggenartige HundeMops, Französische Bulldogge, Boston TerrierChina, Frankreich, USA

Zwei Überraschungen stecken in der Liste. Der Tibet-Terrier ist laut seinem Standard „kein Terrier, sondern ein Hütehund“. Und der Pudel ist ursprünglich ein Jagdhund: Er stammt vom französischen Wasserhund Barbet ab und wurde laut Standard für die Jagd auf Wildgeflügel eingesetzt. Mehr zu den Wasserhunden steht im Ratgeber Retriever und Wasserhunde.

Größe und Charakter von Malteser, Havaneser, Bichon Frisé, Chihuahua, Shih Tzu, Cavalier, Mops, Französischer Bulldogge sowie Toy- und Zwergpudel findest du im Ratgeber Kleine Hunderassen. Hier geht es um die übrigen Rassen der Gruppe.

Welche Begleithunde gibt es außer Malteser, Pudel und Mops?

Weniger bekannt, aber genauso Begleithunde sind etwa Bologneser, Coton de Tuléar, Löwchen, Tibet-Terrier und Kromfohrländer. Die Spanne reicht vom Russkiy Toy mit höchstens 3 Kilogramm bis zum Großpudel mit bis zu 60 Zentimetern Schulterhöhe. Die Angaben stammen aus dem FCI-Standard und beschreiben das Zuchtziel, nicht jeden einzelnen Hund.

Weitere Begleithunde: Größe, Fell und Wesen laut FCI-Standard (geprüft am 13.10.2026)
RasseGröße und Gewicht laut StandardFell laut StandardWesen laut Standard (Auszug)
BologneserRüden 27 bis 30 cm, Hündinnen 25 bis 28 cm, 2,5 bis 4 kgam ganzen Körper langsehr gelassen, insgesamt nicht sehr aktiv, seinen Bezugspersonen sehr treu
Coton de TuléarRüden 26 bis 28 cm und 4 bis 6 kg, Hündinnen 23 bis 25 cm und 3,5 bis 5 kgbaumwollartig weich, dichtfröhlich, ausgeglichen, sehr umgänglich
Löwchen26 bis 32 cm, etwa 6 kgseidig, lang, gewellt, ohne Unterwollesehr schmusig, folgsam, kann bei Bedarf ruhig und diskret bleiben
Brüsseler Griffon3,5 bis 6 kgrau, mit Bartausgeglichen, stolz, sehr wachsam, weder ängstlich noch aggressiv
Chinesischer SchopfhundRüden ideal 28 bis 33 cm, Hündinnen 23 bis 30 cmhaarlos mit Schopf oder ganz behaartfröhlich, nie bösartig
Lhasa ApsoRüden ideal 25 cm, Hündinnen etwas kleinerlang, schwer, hart, mit Unterwollefröhlich, selbstbewusst, gegenüber Fremden etwas distanziert
Tibet-Spanieletwa 25,4 cm, ideal 4,1 bis 6,8 kgseidig, mäßig langsehr intelligent, wachsam, treu, aber unabhängig, distanziert zu Fremden
Tibet-TerrierRüden 36 bis 41 cm, Hündinnen etwas kleinerdoppelt, lang, mit feiner Unterwollelebhaft, gutmütig, aufgeschlossen, mit Zuneigung zu Fremden sparsam
King Charles Spaniel3,6 bis 6,3 kglang, seidig, glattfröhlich, zurückhaltend, sanft und anhänglich
Pekingeseideal höchstens 5 kg bei Rüden, 5,4 kg bei Hündinnenmäßig lang, mit Mähne und Unterwollefurchtlos, treu, distanziert, weder scheu noch aggressiv
Japan-ChinRüden etwa 25 cm, Hündinnen etwas kleinerseidig, gerade, langaufgeweckt, gutmütig und liebenswürdig
Kontinentaler Zwergspanieletwa 28 cm; unter 2,5 kg oder 2,5 bis 4,5 kg (Hündinnen bis 5 kg)gewellt, glänzend, ohne Unterwollekeine Wesensangabe im Standard
Russkiy Toy22 bis 27 cm, bis 3 kgkurz anliegend oder 3 bis 5 cm langlebhaft, sehr fröhlich, neugierig, seinem Besitzer treu ergeben
Kromfohrländer38 bis 46 cm; Rüden 11 bis 16 kg, Hündinnen 9 bis 14 kgrau mit Bart oder glattanpassungsfähig, lernfähig, temperamentvoll, geringer Jagdtrieb
Boston Terrierdrei Gewichtsklassen von unter 6,8 kg bis höchstens 11,3 kgkurz, glattfreundlich, lebhaft, sehr intelligent
Großpudelüber 45 bis 60 cmwollig gelockt oder in Schnürentreu, lern- und dressurfähig
Kleiner weißer Hund mit lockigem Fell schaut vor schwarzem Hintergrund in die Kamera

Wofür wurden Begleithunde ursprünglich gezüchtet?

Viele Begleithunde lebten über Jahrhunderte an Fürstenhöfen und wurden dort gern verschenkt. Einige hatten aber eine echte Aufgabe, und die merkst du manchmal noch heute:

  • Malteser und Bologneser gehen auf kleine Hunde zurück, die schon Aristoteles erwähnt. Die Vorfahren des Maltesers jagten laut Standard Mäuse und Ratten in den Häfen und auf den Schiffen des Mittelmeers. Bologneser verschenkten Herrscher wie Cosimo de Medici an den Adel.
  • Der Japan-Chin kam nach alten Aufzeichnungen im Jahr 732 als Geschenk koreanischer Herrscher an den japanischen Hof und wurde später zum Schoßhund im Schloss Edo.
  • Die belgischen Griffons sollten laut Standard Kutschen bewachen und die Ställe von Raubzeug frei halten. Daher passt es, dass der Standard sie „sehr wachsam“ nennt.
  • Der Tibet-Terrier hütete Herden und begleitete Händler als Wachhund. Sein Standard nennt ihn lebhafter als die anderen Rassen aus Tibet.
  • Der Pudel wurde laut Standard ursprünglich für die Jagd auf Wildgeflügel eingesetzt. Sein französischer Name „caniche“ kommt vom Wort für die weibliche Ente.
  • Der King Charles Spaniel stammt laut Standard von kleinen Jagdhunden ab, die reiche Halter verwöhnten und mit kleinen Hunden aus Asien kreuzten. Von ihnen hat er laut Standard sein Gesicht.
  • Der Kromfohrländer ist eine junge deutsche Rasse aus der Gegend um Siegen, seit 1955 anerkannt. Er stammt von Drahthaar-Foxterrier und Grand Griffon Vendéen ab, sein Standard beschreibt ihn mit geringem Jagdtrieb.

Für deinen Alltag heißt das: „Begleithund“ bedeutet nicht automatisch Sofahund. Ein Tibet-Terrier will laufen und etwas tun, und ein Griffon passt auf, weil er dafür gezüchtet wurde.

Sind Begleithunde für Anfänger geeignet?

Ja, für viele Menschen ohne Hundeerfahrung sind Begleithunde eine gute Wahl. Sie wurden für das Zusammenleben gezüchtet und nicht für eine Arbeit, bei der sie selbstständig entscheiden sollen. Im Rassetest bekommen sie deshalb bei der Eignung ohne Hundeerfahrung den höchsten Wert.

Leicht heißt aber nicht ohne Erziehung. Auch ein kleiner Hund muss Stubenreinheit, Alleinbleiben und Leinelaufen lernen. Weil kleine Hunde schnell hochgehoben werden, kommt das Üben bei ihnen manchmal zu kurz. Welche Fehler Ersthalter häufig machen und was du vor dem ersten Hund klären solltest, steht im Ratgeber Anfängerhunde.

Mit Kindern gilt: Sehr zarte Hunde wie Russkiy Toy oder Chihuahua können sich verletzen, wenn ein Kind sie fallen lässt. Größere Begleithunde wie Kleinpudel, Tibet-Terrier oder Kromfohrländer halten im Familienalltag mehr aus. Die wichtigsten Regeln für Kinder und Hund stehen im Ratgeber Familienhunde.

Wie viel Bewegung und Pflege brauchen Begleithunde?

Die meisten Begleithunde kommen mit weniger Bewegung aus als Hüte- oder Jagdhunde, brauchen aber trotzdem mehrere Spaziergänge am Tag und Beschäftigung für den Kopf. Dafür brauchen viele mehr Zeit für die Fellpflege. Eine feste Stundenzahl für die Bewegung kann dir niemand seriös nennen, das hängt von Rasse, Alter und Einzeltier ab.

  • Fell. Viele Rassen der Gruppe haben langes Haar ohne oder mit wenig Unterwolle, etwa Malteser, Löwchen und Kontinentaler Zwergspaniel. Das heißt meist: regelmäßig bürsten, Haare an Augen und Pfoten kürzen. Pudel und Bichons haben Locken, die nicht von selbst ausfallen und deshalb geschnitten werden müssen.
  • Allergie. Locken- und Wollhaar verlieren im Haus meist weniger Haare. Allergenfrei ist trotzdem keine Rasse. Was wirklich hilft, erklärt der Ratgeber Hunde, die nicht haaren.
  • Kopfarbeit. Der Pudel ist laut Standard für seine Lernfähigkeit bekannt, und auch kleine Hunde haben Freude an Suchspielen und Tricks. Ideen findest du bei den Denkspielen für Hunde und unter Hundetricks beibringen.
  • Alleinbleiben. Ein Hund, der für die Nähe zu Menschen gezüchtet wurde, muss Alleinbleiben genauso Schritt für Schritt lernen wie jeder andere. Wie das geht, zeigt die Seite Hund alleine lassen.

Wachsamkeit kommt in der Gruppe vor, ist aber nicht die Regel. Der Standard des Havanesers sagt, er sei „leicht zum alarmgebenden Hund zu erziehen“, der des Griffons nennt ihn „sehr wachsam“. Wenn dein Hund jedes Geräusch im Treppenhaus meldet, hilft dir die Seite Hund bellen abgewöhnen.

Frau liest auf einem Sofa ein Buch, neben ihr schläft ein kleiner langhaariger Hund

Welche Begleithunde sind von Qualzucht betroffen?

Am stärksten betroffen sind Begleithunde mit sehr kurzem Kopf: Mops, Französische Bulldogge, Boston Terrier und Cavalier King Charles Spaniel nennt die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) in ihrem Merkblatt Nr. 141 als Beispiele. Dazu kommen Nackthunde. Qualzucht heißt, dass ein Tier so gezüchtet wird, dass es erblich bedingt Schmerzen, Leiden oder Schäden hat. Das verbietet § 11b des Tierschutzgesetzes.

Kurze Nase: was der Standard sagt und was die Tierärzte sehen

Die Standards selbst verlangen inzwischen freie Atemwege. Beim Mops sind enge Nasenlöcher laut Standard „inakzeptabel“, bei der Französischen Bulldogge sind Atemprobleme ein Grund zum Ausschluss. Die TVT schreibt aber, dass entgegen dieser Vorgaben Hunde mit verengten Nasenlöchern und starken Falten auf Ausstellungen prämiert und gezüchtet werden. Viele kurzköpfige Hunde atmen auch in Ruhe röchelnd, überhitzen bei Wärme leicht und haben häufiger Augen- und Hautentzündungen.

Beim Cavalier nennt die TVT außerdem eine Fehlbildung, bei der das Kleinhirn in den Wirbelkanal gedrückt wird. In Norwegen ist die Zucht von Cavaliers seit Oktober 2023 verboten, berichtet die TVT.

Haarlos: der Chinesische Schopfhund

Die TVT führt Nackthunde als Beispiel für Qualzucht an der Haut. Ohne Fell fehlt der Schutz vor Kälte und Sonne. Hunde mit heller, pigmentarmer Haut brauchen deshalb konsequenten Sonnenschutz. Die Genveränderung für Haarlosigkeit kann außerdem mit fehlenden Zähnen einhergehen. Der FCI-Standard erlaubt das ausdrücklich: Der haarlose Schopfhund soll für ein unvollständiges Gebiss nicht bestraft werden.

Wie alt werden Begleithunde?

In der Gruppe 9 liegen die Extreme nah beieinander. In einer Auswertung von über 584.000 Hunden aus Großbritannien (McMillan und andere, 2024) gehörten Tibet-Spaniel mit einem mittleren Sterbealter von 15,2 Jahren und Papillon mit 14,5 Jahren zu den langlebigsten Rassen überhaupt. Die Französische Bulldogge lag bei 9,8 Jahren, der Mops bei 11,6 Jahren. Das sind Mittelwerte, keine Vorhersage für deinen Hund.

Wenn du dich für eine kurzköpfige Rasse entscheidest, frag nach Untersuchungen der Atemwege bei den Elterntieren, schau dir an, wie die Eltern atmen, und lies vorher, woran du seriöse Züchter erkennst. Auch im Tierschutz warten Begleithunde, mehr dazu im Ratgeber Hund aus dem Tierschutz.

So ordnet der Rassetest Begleithunde ein

Im Test „Welcher Hund passt zu mir?“ stehen die Begleithunde als eigene Gruppe „Gesellschafts- und Begleithunde“ (FCI-Gruppe 9). Als Beispielrassen nennt der Test Malteser, Havaneser, Bichon Frisé, Zwergpudel, Kleinpudel und Königspudel. Jede Gruppe hat Stufen von 1 bis 3, die beschreiben, wofür die Rassen ursprünglich gezüchtet wurden. Das ist unsere eigene grobe Einschätzung ohne Quelle, keine Messung.

Stufen der Gruppe Begleithunde im Test (1 = wenig, 3 = viel). Eigene Einschätzung ohne Quelle.
EigenschaftStufe im Test
Bewegung und Beschäftigung pro Tag1 von 3 (wenig)
Eignung für Menschen ohne Hundeerfahrung3 von 3
Wie leicht Freilauf meist gelingt3 von 3
Freude an Aufgaben und Training2 von 3 (mittel)
Wachsamkeit und Melden2 von 3

Aus deinen Antworten rechnet der Test Punkte je Gruppe. Die nächste Tabelle zeigt, wie sich die Punkte der Begleithunde ändern, wenn eine einzige Antwort anders ausfällt. Verglichen wird mit jemandem, der in einer Wohnung mit Grün in der Nähe lebt, ein bis zwei Stunden am Tag Zeit hat, schon einen eigenen Hund hatte und gern wandert.

Punkte der Begleithunde im Test, gerechnet mit der Logik des Tests
Wenn du stattdessen antwortestPunkte für Begleithunde
Es wäre mein erster Hundplus 2
Gemütliche Runden und viel Nähe statt Wandernplus 3
Joggen, Radfahren oder Hundesport statt Wandernminus 1
Freilauf ist mir sehr wichtigplus 1
Weniger als eine Stunde Zeit am Tagkeine Änderung
Wohnung in der Stadtkeine Änderung

Begleithunde stehen im Ergebnis deshalb vor allem bei Ersthaltern und bei Menschen, die es gemütlich mögen, weit oben. Im Test steht dazu der Hinweis: „Bei manchen Rassen dieser Gruppe gibt es zuchtbedingte Gesundheitsprobleme, etwa Atemnot bei sehr kurzer Nase. Frag nach den Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere. Viele Rassen brauchen regelmäßige Fellpflege.“

Worauf achtest du bei einem Begleithund-Welpen?

Achte vor allem auf die Gesundheit der Elterntiere und darauf, dass der Welpe nicht kleiner gezüchtet wurde, als der Standard vorsieht. Angebote mit Wörtern wie „Teacup“ oder „Mini“ bei Rassen, die schon klein sind, meidest du besser. Welche Fragen du dem Züchter stellen solltest, steht im Ratgeber Welpen kaufen.

Ist der Welpe eingezogen, rechnet dir der Welpen-Wochenplan einen Tagesablauf mit Ruhezeiten und ersten Übungen nach Alter. Kleine Welpen haben eine kleine Blase, der Plan Welpe stubenrein bekommen gibt dir feste Zeiten für das Rausgehen. Wenn die Milchzähne zwicken, hilft die Seite Welpe beißt, und was ins Haus muss, steht in der Erstausstattung.

Quellen

Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Was sind Begleithunde?

Begleithunde sind Rassen, die vor allem als Gesellschafter des Menschen gezüchtet wurden. Die FCI führt 26 von ihnen in Gruppe 9 „Gesellschafts- und Begleithunde“, zum Beispiel Malteser, Havaneser, Pudel, Shih Tzu, Mops und Französische Bulldogge.

Was ist der Unterschied zwischen Begleithund und Gesellschaftshund?

In der Rassegruppe meinen beide Wörter dasselbe, die FCI nennt die Gruppe „Gesellschafts- und Begleithunde“. Daneben heißt auch ein Hund jeder Rasse „Begleithund“, wenn er die Begleithundprüfung bestanden hat.

Was ist die Begleithundprüfung?

Eine Prüfung für Hunde jeder Rasse, in der sie Gehorsam auf dem Platz und ruhiges Verhalten im Straßenverkehr zeigen. Der Hund muss mindestens 15 Monate alt sein, der Halter legt vorher einen Sachkundetest ab. Im VDH gilt dafür seit 2012 die Prüfungsordnung der FCI.

Ist ein Begleithund dasselbe wie ein Assistenzhund?

Nein. Ein Assistenzhund ist nach § 12e Behindertengleichstellungsgesetz speziell ausgebildet, um einem Menschen mit Behinderung im Alltag zu helfen, etwa als Blindenführhund. Begleithunde als Rassegruppe haben keine solche Ausbildung.

Ist der Pudel ein Begleithund?

Ja. Der Pudel steht in allen vier Größen in der FCI-Gruppe 9, sein Standard nennt als Verwendung „Gesellschafts- und Begleithund“. Ursprünglich wurde er für die Jagd auf Wildgeflügel eingesetzt und stammt vom Wasserhund Barbet ab.

Gibt es große Begleithunde?

Wenige. Der Großpudel misst laut Standard über 45 bis 60 Zentimeter, der Kromfohrländer 38 bis 46 Zentimeter und der Tibet-Terrier bei Rüden 36 bis 41 Zentimeter. Fast alle anderen Rassen der Gruppe 9 sind klein.

Welcher Begleithund ist für Anfänger geeignet?

Viele, weil sie für das Zusammenleben und nicht für selbstständige Arbeit gezüchtet wurden. Achte auf eine Rasse ohne sehr kurze Nase, auf den Pflegeaufwand des Fells und darauf, wie robust der Hund bei Kindern im Haus sein muss.

Welche Begleithunde leben am längsten?

In einer britischen Studie mit über 584.000 Hunden lagen Tibet-Spaniel mit einem mittleren Sterbealter von 15,2 Jahren und Papillon mit 14,5 Jahren ganz vorn. Die Französische Bulldogge kam auf 9,8 Jahre.

Sind alle Begleithunde Qualzucht?

Nein. Qualzuchtmerkmale nennt die TVT vor allem bei kurzköpfigen Rassen wie Mops, Französischer Bulldogge, Boston Terrier und Cavalier sowie bei Nackthunden. Viele andere Begleithunde wie Bologneser, Tibet-Spaniel oder Pudel betrifft das nicht.

Wann muss ein kurzköpfiger Hund zur Tierarztpraxis?

Geh sofort in die Tierarztpraxis, wenn dein Hund mit offenem Maul nach Luft ringt, Zunge oder Zahnfleisch bläulich aussehen oder er bei Wärme oder Anstrengung zusammenbricht. Lass ihn bald untersuchen, wenn er schon in Ruhe röchelt oder schnarcht oder auf kurzen Spaziergängen schnell nicht mehr kann.