Hunde, die nicht haaren: Rassen für Allergiker im Faktencheck
Jeder Hund verliert Haare, und keiner ist allergenfrei. Pudel, Bichon Frisé, Malteser, Havaneser, Lagotto oder Portugiesischer Wasserhund verlieren im Haus aber oft weniger Haare. Gegen eine Hundeallergie hilft das nach den bisherigen Studien kaum. Ob du einen bestimmten Hund verträgst, zeigt nur ein Test mit genau diesem Hund.
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- Gibt es Hunde, die nicht haaren?
- Gibt es hypoallergene Hunde für Allergiker?
- Warum helfen wenig Haare nicht gegen die Hundeallergie?
- Welche Hunde haaren wenig? Die Rassen im Überblick
- Kleine Hunde, die nicht haaren: welche gibt es?
- Sind Labradoodle und andere Doodles gut für Allergiker?
- Wie teste ich vor dem Kauf, ob ich einen Hund vertrage?
- Was hilft im Alltag mit Hund und Allergie?
- Wann brauche ich bei einer Hundeallergie ärztliche Hilfe?
- Hypoallergenes Hundefutter: ein anderes Thema
Gibt es Hunde, die nicht haaren?
Nein. Jeder Hund verliert Haare, auch ein Pudel. Es gibt aber Rassen, bei denen deutlich weniger Haare auf Sofa und Boden landen. Gemeinsam ist ihnen meist ein Fell, das lange weiterwächst und wenig oder keine Unterwolle hat. Beim Havaneser etwa ist das wollige Unterhaar laut FCI-Standard „schwach entwickelt, oft ganz fehlend“, beim Portugiesischen Wasserhund heißt es knapp: „Keine Unterwolle.“
Eine Messung, wie viele Haare welche Rasse verliert, haben wir in keiner Fachquelle gefunden. Die Listen im Netz beruhen auf Erfahrung von Haltern und Hundefriseuren. Das ist kein Grund, ihnen nicht zu glauben. Es heißt nur, dass „haart wenig“ eine Beobachtung ist und keine geprüfte Eigenschaft.
Als hypoallergen werden Hunderassen bezeichnet, die angeblich weniger Allergien auslösen. Diese Einordnung stützt sich nach der Utrechter Studie von Vredegoor und Kollegen (2012) auf Einzelberichte von Allergikern, die mit bestimmten Hunden besser zurechtkamen, nicht auf Messungen. Geprüft oder geschützt ist der Begriff nicht.
Wichtig ist also die Unterscheidung: Weniger Haare im Haus sind ein Vorteil für alle, die nicht ständig saugen wollen. Für Menschen mit Hundeallergie ist es kein verlässlicher Schutz. Warum das so ist, zeigen die nächsten Abschnitte.
Gibt es hypoallergene Hunde für Allergiker?
Nein, nach allen Studien, die wir gefunden haben, gibt es keinen hypoallergenen Hund. Der Allergieinformationsdienst des Helmholtz Zentrums München schreibt: „Komplett allergenfreie Hunderassen gibt es jedoch nicht.“ Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) fasst die Forschung so zusammen: Bei allen Hunden fand man das Hauptallergen, wenn auch in deutlich unterschiedlicher Menge.
Das Hauptallergen des Hundes heißt Can f 1. Zwei Studien haben gezielt verglichen, ob Rassen mit dem Ruf „hypoallergen“ weniger davon abgeben.
| Studie | Was gemessen wurde | Ergebnis |
|---|---|---|
| Vredegoor u. a. 2012, Universität Utrecht (Journal of Allergy and Clinical Immunology) | Can f 1 in Haar- und Fellproben von 196 Hunden mit Ruf „hypoallergen“ (Labradoodle, Pudel, Spanischer Wasserhund, Airedale Terrier) und 160 anderen Hunden, dazu Staub vom Boden und aus der Luft in ihren Wohnungen | Im Fell der „hypoallergenen“ Hunde war mehr Can f 1. In der Raumluft gab es keinen Unterschied. Im Bodenstaub lagen nur die Labradoodles niedriger. |
| Nicholas u. a. 2011, Henry Ford Health System, Detroit (American Journal of Rhinology and Allergy) | Can f 1 im Staub vom Boden des Babyzimmers in 173 Haushalten mit Hund, vier verschiedene Einteilungen in „hypoallergen“ und „nicht hypoallergen“ | Bei keiner der vier Einteilungen hatten Haushalte mit „hypoallergenen“ Hunden weniger Allergen. |
Die Utrechter Gruppe fand noch etwas: Die Unterschiede zwischen den Rassen waren klein im Vergleich zu den Unterschieden zwischen einzelnen Hunden derselben Rasse. Der Allergieinformationsdienst ergänzt aus dieser Studie, dass Labrador Retriever den niedrigsten Allergengehalt im Fell hatten und Pudel den höchsten. Ausgerechnet der bekannteste „Allergikerhund“ lag also am oberen Ende.
Heißt das, ein Pudel ist schlechter für Allergiker? Auch das lässt sich daraus nicht ableiten. Mehr Allergen im Fell führte in Utrecht nicht zu mehr Allergen in der Wohnung. Die ehrliche Antwort lautet: Die Rasse sagt wenig, der einzelne Hund und die einzelne Person sagen viel.
Warum helfen wenig Haare nicht gegen die Hundeallergie?
Weil die Allergene nicht aus den Haaren selbst kommen. Der Allergieinformationsdienst nennt als Quellen beim Hund Speichel, Talgdrüsen, Hautschuppen und Urin. Laut DAAB reagieren Betroffene eigentlich auf bestimmte Eiweißbausteine aus Speichel, Talg- und Schweißdrüsen der Tiere. Das Haar ist nur einer der Träger.
Dazu kommt: Allergene entweichen auch als Schuppen zwischen den Haaren. „Vor allem kommt es nicht darauf an, ob die Tiere nun viele oder wenige Haare verlieren“, schreibt der Allergieinformationsdienst. Ein Hund, der kaum Haare verliert, gibt also trotzdem Allergene in die Wohnung ab.
Ein kleiner Trost: Hundeallergene sind laut Allergieinformationsdienst schwerer als Katzenallergene und schweben nicht so leicht durch die Luft. Bisher sind beim Hund mehrere Allergene bekannt, und Menschen reagieren auf unterschiedliche davon. Das erklärt, warum dieselbe Person bei einem Hund niest und bei einem anderen nicht.

Welche Hunde haaren wenig? Die Rassen im Überblick
Die Rassen in der Tabelle stehen auf fast jeder Liste der Hunde, die wenig haaren. Größe und Gewicht stammen aus dem jeweiligen FCI-Standard, also der verbindlichen Rassebeschreibung des internationalen Dachverbands. Wo der Standard kein Gewicht nennt, steht auch hier keins. Für jede Zeile gilt: verliert wenig Haare, ist aber nicht allergenfrei.
| Rasse (FCI-Gruppe) | Größe und Gewicht laut FCI | Fell laut Standard | Fellpflege |
|---|---|---|---|
| Pudel (9) | Toy 24 bis 28 cm, Zwerg 28 bis 35 cm, Klein 35 bis 45 cm, Groß 45 bis 60 cm. Kein Gewicht im Standard. | wollig, fein gekräuselt, dicht, oder als Schnüre | hoch: Fell wächst nach, regelmäßig scheren |
| Bichon Frisé (9) | 25 bis 29 cm, etwa 5 kg | lockere Korkenzieherlocken über seidig dünnem Unterfell | hoch: oft bürsten, regelmäßig schneiden |
| Malteser (9) | Rüden 21 bis 25 cm, Hündinnen 20 bis 23 cm, 3 bis 4 kg | lang, glatt, seidig, fällt bis zum Boden | hoch: langes Fell verfilzt ohne Bürsten |
| Havaneser (9) | 23 bis 27 cm (Toleranz 21 bis 29 cm). Kein Gewicht im Standard. | Unterhaar schwach oder fehlend, Deckhaar 12 bis 18 cm lang | hoch: langes Fell verfilzt ohne Bürsten |
| Bologneser (9) | Rüden 27 bis 30 cm, Hündinnen 25 bis 28 cm, 2,5 bis 4 kg | am ganzen Körper lang, in Flocken | hoch: langes Fell verfilzt ohne Bürsten |
| Zwergschnauzer (2) | 30 bis 35 cm, etwa 4 bis 8 kg | drahtig hart mit dichter Unterwolle | mittel: Rauhaar braucht regelmäßige Pflege, frag Halter nach dem Haarverlust im Alltag |
| Schnauzer (2) | 45 bis 50 cm, 14 bis 20 kg | drahtig hart mit dichter Unterwolle | mittel: wie beim Zwergschnauzer |
| Riesenschnauzer (2) | 60 bis 70 cm, 35 bis 47 kg | drahtig hart mit dichter Unterwolle | mittel: wie beim Zwergschnauzer |
| Lagotto Romagnolo (8) | Rüden 43 bis 48 cm und 13 bis 16 kg, Hündinnen 41 bis 46 cm und 11 bis 14 kg | wollig, enge Locken, sichtbare Unterwolle | hoch: laut Standard mindestens einmal im Jahr vollständig scheren, sonst verfilzt es |
| Portugiesischer Wasserhund (8) | Rüden 50 bis 57 cm und 19 bis 25 kg, Hündinnen 43 bis 52 cm und 16 bis 22 kg | keine Unterwolle, gewellt lang oder kurz gekräuselt | hoch: Fell wächst nach, regelmäßig schneiden |
Zwei Dinge fallen auf. Erstens bedeutet wenig Haarverlust fast immer viel Fellpflege: Was nicht ausfällt, wächst weiter und muss gebürstet, geschnitten oder geschoren werden. Rechne Zeit und Kosten für den Hundefriseur mit ein. Zweitens verlangt der Standard bei den drei Schnauzern eine dichte Unterwolle. Sie stehen trotzdem auf vielen Listen. Lass dir von Haltern zeigen, wie viel Haar bei ihnen wirklich liegen bleibt.
Manche Listen empfehlen auch Nackthunde. Davon raten wir ab: Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) zählt Haarlosigkeit zu den Zuchtzielen, die unter das Qualzuchtverbot nach § 11b Tierschutzgesetz fallen können. Ohne Fell kann der Hund seine Körperwärme schlechter regulieren und ist nicht vor der Sonne geschützt. Die Erbanlage kann außerdem mit fehlenden Zähnen einhergehen.
Kleine Hunde, die nicht haaren: welche gibt es?
Höchstens 35 cm Widerristhöhe haben laut FCI-Standard Malteser, Havaneser, Bichon Frisé, Bologneser, Zwergschnauzer, Toypudel und Zwergpudel. Am kleinsten ist der Malteser mit 20 bis 25 cm. Alle verlieren wenig Haare, keiner ist allergenfrei.
Achte bei sehr kleinen Hunden auf gesunde Zucht. Die TVT nennt Verzwergung als kritisches Zuchtziel. Der FCI-Standard für Toy- und Zwergpudel schließt Merkmale einer Verzwergung ausdrücklich aus. Angebote für besonders winzige Hunde unterhalb des Standards sind deshalb ein Warnsignal, kein Vorteil.
Wenn dir die Größe wichtiger ist als das Fell, findest du mehr Rassen und ihre Eigenheiten in unserem Ratgeber zu kleinen Hunderassen.
Sind Labradoodle und andere Doodles gut für Allergiker?
Nicht verlässlich. Ein Labradoodle ist eine Kreuzung aus Labrador Retriever und Pudel, ein Goldendoodle aus Golden Retriever und Pudel. Ob ein Doodle-Welpe das Fell des Pudels bekommt, das des Retrievers oder eine Mischung, lässt sich nicht sicher vorhersagen.
Der Grund liegt in der Erbanlage. Eine Studie des US-amerikanischen National Human Genome Research Institute (Cadieu u. a. 2009, Science) mit mehr als 1.000 Hunden aus 80 Rassen zeigt: Länge, Locken und Bart des Fells hängen vor allem von Varianten in drei Genen ab. Pudel und Retriever tragen dort unterschiedliche Varianten. Sind schon die Eltern Mischlinge, wie bei vielen Doodles, kann jeder Welpe eine andere Kombination erben. Geschwister aus einem Wurf können dann sehr unterschiedliches Fell haben.
Auch beim Allergen gibt es keinen Vorteil. In der Utrechter Studie gehörten Labradoodles zur Gruppe mit mehr Can f 1 im Fell. Der Bodenstaub in ihren Wohnungen enthielt zwar weniger Allergen, in der Luft gab es aber keinen Unterschied. Der Allergieinformationsdienst schreibt, die Hypothese allergenarmer Rassen wie Labradoodle habe sich in mehreren Studien nicht bestätigt.
Für alle Mischlinge gilt dasselbe: Das Fell eines Welpen lässt sich nicht sicher vorhersagen. Bei einem erwachsenen Hund siehst du dagegen, wie viel er haart, und kannst testen, wie du auf ihn reagierst. Warum ein erwachsener Hund aus dem Tierschutz oft eine gute Wahl ist, steht in unserem Ratgeber zum Hund aus dem Tierschutz.

Wie teste ich vor dem Kauf, ob ich einen Hund vertrage?
In zwei Schritten: erst ärztlich klären, ob und worauf du allergisch bist, dann Zeit mit genau dem Hund verbringen, der einziehen soll. Der Allergieinformationsdienst sagt dazu knapp: „Da hilft nur: Ausprobieren.“
- Allergiediagnostik in der Arztpraxis. Nach dem Gespräch folgen meist Haut- oder Bluttests. Die Testlösungen für Hundeallergie schwanken laut Allergieinformationsdienst stark, in einer Studie bis zum Zwanzigfachen im Allergengehalt. Ein unauffälliger Hauttest ist deshalb kein Freibrief. Bei unklarem Ergebnis kann eine Klinik einen Provokationstest machen, also den Kontakt mit dem Allergen unter ärztlicher Aufsicht.
- Genaue Bestandteile bestimmen lassen. Eine molekulare Allergiediagnostik zeigt, auf welche einzelnen Hundeallergene du reagierst. Daraus ergibt sich zum Beispiel, ob eine Hündin für dich infrage kommt (siehe Can f 5 oben). Ob diese Untersuchung bei dir sinnvoll ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt.
- Zeit mit genau diesem Hund. Der Allergieinformationsdienst empfiehlt ausgedehnte Spaziergänge, am besten mit dem Hund, der einziehen soll, und ihn für kurze Zeit in deiner Wohnung übernachten zu lassen. Ein Nachmittag bei einem anderen Hund derselben Rasse sagt wenig, weil sich Hunde derselben Rasse stark unterscheiden.
- Alle im Haushalt einbeziehen. Teste mit jeder Person, die auf Hunde reagiert, nicht nur mit der, die sich den Hund wünscht.
Plane den Test vor der Zusage ein. Seriöse Tierheime und Züchter ermöglichen mehrere Besuche, das ist ein gutes Zeichen. Bedenke auch: Eine Allergie kann sich laut Allergieinformationsdienst sogar nach Jahren ohne Beschwerden mit demselben Tier entwickeln. Ein guter Test senkt das Risiko, ausschließen kann er es nicht.
Ein Hund, der nach ein paar Wochen wieder abgegeben werden muss, ist für alle die schlechteste Lösung, auch für den Hund. Wie ihr als Familie die Entscheidung angeht, steht im Ratgeber zu Familienhunden.
Was hilft im Alltag mit Hund und Allergie?
Bei leichten Beschwerden können einige Regeln im Haushalt die Belastung senken. Der DAAB und der Allergieinformationsdienst nennen unter anderem diese:
- Das Schlafzimmer bleibt konsequent hundefrei, auch das Bett und die Polstermöbel.
- Kleidung, an der Hundehaare hängen, ziehst du außerhalb des Schlafzimmers aus.
- Nach dem Streicheln Hände waschen und dich nicht vom Hund ablecken lassen.
- Den Hund ab und zu mit einem feuchten Tuch abwischen, damit weniger Allergen in die Luft gelangt.
- Bürsten und Fellpflege draußen erledigen, am besten durch jemanden ohne Allergie.
- Böden und Möbel oft feucht wischen, Bettwäsche häufig wechseln, beim Saugen ein Gerät mit Spezialfilter nutzen.
Diese Maßnahmen mildern Beschwerden, beseitigen die Allergie aber nicht. Der Allergieinformationsdienst weist darauf hin, dass sich bei dauerndem Kontakt ein allergisches Asthma entwickeln kann. Welche Behandlung für dich infrage kommt, besprichst du in der allergologischen Praxis.
Wann brauche ich bei einer Hundeallergie ärztliche Hilfe?
Sofort, wenn du nach Hundekontakt schlecht Luft bekommst. Laut DAAB treten typische Beschwerden wie juckende, tränende Augen, laufende Nase, Niesanfälle, Hautausschlag oder Atemnot meist bald nach dem Kontakt auf. Der Allergieinformationsdienst nennt außerdem Asthmaanfälle und in seltenen Fällen schwere allergische Schockreaktionen.
Diese Seite kann keine Diagnose ersetzen. Sie soll dir helfen, die richtigen Fragen zu stellen, bevor ein Hund bei dir einzieht.
Hypoallergenes Hundefutter: ein anderes Thema
Wer nach „hypoallergen“ und „Hund“ sucht, landet oft bei Futter. Das hat mit deiner Allergie nichts zu tun. Hypoallergenes Hundefutter ist für Hunde gedacht, die selbst auf Bestandteile im Futter reagieren, etwa mit Juckreiz oder Verdauungsproblemen. Wie eine Ausschlussdiät abläuft und wann die Tierarztpraxis dran ist, erklärt unser Ratgeber zu hypoallergenem Hundefutter und Ausschlussdiät.
Quellen
- Vredegoor, D. W., Willemse, T., Chapman, M. D., Heederik, D. J., Krop, E. J.: Can f 1 levels in hair and homes of different dog breeds: lack of evidence to describe any dog breed as hypoallergenic. Journal of Allergy and Clinical Immunology 130 (4), 2012, S. 904 bis 909. Zusammenfassung bei PubMed. Geprüft am 13.10.2026.
- Nicholas, C. E., Wegienka, G. R., Havstad, S. L., Zoratti, E. M., Ownby, D. R., Johnson, C. C.: Dog allergen levels in homes with hypoallergenic compared with nonhypoallergenic dogs. American Journal of Rhinology and Allergy 25 (4), 2011, S. 252 bis 256. Volltext bei PubMed Central. Geprüft am 13.10.2026.
- Cadieu, E. u. a.: Coat variation in the domestic dog is governed by variants in three genes. Science 326 (5949), 2009, S. 150 bis 153. Zusammenfassung bei PubMed. Geprüft am 13.10.2026.
- Allergieinformationsdienst (Helmholtz Munich): Tierhaarallergie, Grundlagen, Symptome, Diagnose, Behandlung und Prävention. Geprüft am 13.10.2026.
- Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB): Tierhaare. Geprüft am 13.10.2026.
- Fédération Cynologique Internationale (FCI), Rassestandards: Pudel, Nr. 172, Bichon à poil frisé, Nr. 215, Malteser, Nr. 65, Havaneser, Nr. 250, Bologneser, Nr. 196, Zwergschnauzer, Nr. 183, Schnauzer, Nr. 182, Riesenschnauzer, Nr. 181, Lagotto Romagnolo, Nr. 298, Portugiesischer Wasserhund, Nr. 37. Geprüft am 13.10.2026.
- Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT): Merkblatt Nr. 141, Qualzucht und Erbkrankheiten bei Heimtieren, Schwerpunkt Hunde, Stand 12/2023. Geprüft am 13.10.2026.
- Tierschutzgesetz: § 11b TierSchG, Verbot von Qualzüchtungen. Geprüft am 13.10.2026.
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Welche Hunde haaren nicht?
Keine. Jeder Hund verliert Haare. Wenig Haare verlieren vor allem Rassen mit nachwachsendem Fell und wenig oder ohne Unterwolle, etwa Pudel, Bichon Frisé, Malteser, Havaneser, Bologneser, Lagotto Romagnolo und Portugiesischer Wasserhund. Dafür brauchen sie viel Fellpflege.
Welche kleinen Hunde haaren nicht?
Höchstens 35 cm Widerristhöhe haben laut FCI-Standard Malteser, Havaneser, Bichon Frisé, Bologneser, Zwergschnauzer, Toypudel und Zwergpudel. Sie verlieren wenig Haare, sind aber nicht allergenfrei.
Gibt es hypoallergene Hunde?
Nein. Studien aus Utrecht (2012) und Detroit (2011) fanden bei Hunden mit dem Ruf „hypoallergen“ nicht weniger Allergen in der Wohnung, im Fell sogar mehr. Allergieinformationsdienst und DAAB sagen: Allergenfreie Hunderassen gibt es nicht.
Welcher Hund ist am besten für Allergiker?
Das lässt sich nicht an der Rasse festmachen, weil sich Hunde derselben Rasse stärker unterscheiden als Rassen untereinander. Lass deine Allergie ärztlich abklären und verbring vorher Zeit mit genau dem Hund, der einziehen soll.
Sind Pudel gut für Allergiker?
Pudel verlieren wenig Haare, sind aber nicht allergenfrei. In der Utrechter Studie hatten Pudel sogar den höchsten Allergengehalt im Fell. Ob du einen bestimmten Pudel verträgst, zeigt nur ein Test mit genau diesem Hund.
Haaren Labradoodles nicht?
Das ist von Hund zu Hund verschieden. Ob ein Doodle-Welpe das Fell des Pudels oder des Retrievers erbt, lässt sich nicht sicher vorhersagen. Für Allergiker zeigte die Utrechter Studie keinen Vorteil: Die Gruppe, zu der die Labradoodles gehörten, hatte mehr Allergen im Fell.
Wie teste ich, ob ich auf einen bestimmten Hund allergisch bin?
Erst ärztlich abklären, ob und worauf du allergisch bist, etwa mit Haut- oder Bluttest. Dann mit genau diesem Hund lange spazieren gehen und ihn kurz bei dir übernachten lassen, wie es der Allergieinformationsdienst empfiehlt.
Sind Hündinnen besser für Allergiker als Rüden?
Nur für manche. Das Allergen Can f 5 kommt nur bei Rüden vor. Wer laut Allergietest ausschließlich darauf reagiert, verträgt Hündinnen laut Allergieinformationsdienst besser. Für alle anderen ist eine Hündin kein sicherer Schutz.
Wann muss ich mit einer Hundeallergie zum Arzt?
Wenn du nach dem Kontakt mit einem Hund schlecht Luft bekommst oder einen Asthmaanfall hast, hol sofort ärztliche Hilfe, im Notfall über die 112. Niesen, tränende Augen, eine laufende Nase oder Hautausschlag nach Hundekontakt lässt du in einer allergologischen Praxis abklären, bevor ein Hund einzieht.
Ist hypoallergenes Hundefutter gut für Allergiker?
Nein, das ist ein anderes Thema. Hypoallergenes Futter ist für Hunde mit Futterallergie gedacht und ändert nichts an den Allergenen, auf die Menschen reagieren. Mehr dazu steht in unserem Ratgeber zur Ausschlussdiät.

